Mexiko – now & then

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Hi there!

Draußen fegt Wintersturm „Mateo“ und verwandet Michigan wieder in ein Winter Wonderland. „Wie schön“, „Wir wollen auch Schnee“ … ich höre Euch! Und wir haben ja auch viele traumhafte Tage hier. Aber die gibt es nicht ohne schaufeln, kalte Finger, eisigen Ostwind, Autoscheiben kratzen, … hatte ich „schaufeln“ erwähnt? Von letzterem machen wir gerade Pause. Die Schulen sind dicht und Mann arbeitet von zuhause.

Da träumt man schon mal gerne von warmen, sonnigen Kurzarm-Tagen. Wie kürzlich in Mexiko. Da sind wir im dichten Schneetreiben in Detroit abgehoben und 30 Grad später in Cancun gelandet. Ja, erwischt … wir sind „fremdgegangen“. Bis auf den Besuch der Niagarafälle (kanadische Seite) haben wir unsere „Reise-Pins“ ausschließlich in US-Bundesstaaten gesteckt. Aber wir wollten Sonne. Außerhalb Floridas und Kaliforniens. Außerdem fanden wir die Aussicht auf einen „trip down memory lane“ reizvoll. Vor genau 20 Jahren hatten wir die Halbinsel Yucatán schon einmal bereist. Was hat sich verändert, wo ist die Zeit vielleicht stehen geblieben? Zwei der Unterkünfte von damals gab es noch. Gebucht! Neu: Mietwagen und Reisekoffer statt Rucksack und Linienbus. 😉

Erste Station: Chichén Itzá – eine der großen Ausgrabungsstätten von Yucatán. 1894 erwirbt der amerikanische Diplomat Edward Thompson eine Hazienda aus der spanischen Kolonialzeit, auf deren Gelände die Maya-Stadt Chichén Itzá liegt. Er forscht hier, bis das Carnegie-Institut 1924 zusammen mit mexikanischen Regierungsstellen die Ausgrabungen fortsetzt. Als Edward Thompson 1935 stirbt, verkaufen seine Erben die Hazienda an eine yukatekische Familie, die hier bis heute zwei Hotels betreibt. Der Teil des Geländes, auf dem die wichtigsten Ruinen der ehemaligen Maya-Stadt liegen, wurden zwar schon lange zur archäologischen Stätte erklärt, aber erst im März 2010 an den Staat Yucatán verkauft.

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Die Bungalows der Hazienda, auf der wir übernachten, dienten Edward Thompson und seinen Archäologen während der Ausgrabungen als Unterkunft. Das fanden wir schon damals sehr besonders. Diesmal beziehen wir Quartier in „Edward Thompsons Guest House“. Und genauso fühlt man sich auch: als Privatgast, der inmitten eines grünen Dschungel-Gartens zu Besuch ist. Damals wie heute. Als wäre die Zeit stehen geblieben. Vor allem am frühen Morgen hat dieser Flecken Erde etwas magisches. Fröhliches Vögelgezwitscher, üppiges Grün, bunte Blüten, Ruinen-Relikte aus der Maya-Zeit. Die Hazienda ist immer noch im Familienbesitz und hat sich einem nachhaltigen Tourismus verschrieben. Im Restaurant gibt es Gemüse aus dem eigenen Biogarten, eine ökologische Wasseraufbereitung-Anlage sorgt für sauberes Wasser, Möbel werden vor Ort aus recycelten Materialien gebaut, es gibt Job-Programme für junge Menschen aus der Umgebung.

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In die archäologische Zone gelangt man durch einen „geheimen“ Eingang direkt vom Hotelgarten aus. Morgens wird ein junger Mitarbeiter zum Haupteingang geschickt, um Tickets für die Hotelgäste zu kaufen. Als der junge Mann im traditionellen Leinenhemd mit den Tickets in der einen Hand auf seinem Fahrrad um die Ecke flitzt, musste ich mich mal kurz kneifen. Entweder war das hier eine Filmkulisse (Traumschiff macht Landausflug) oder wir waren wirklich aus der Zeit gefallen. Das Gefühl hielt noch ein wenig an, denn mit einer Handvoll weiterer Hotelgäste spazierten wir anfangs fast alleine zwischen den beeindruckenden Ruinen auf dem weitläufigen Gelände herum.

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Zwischen den Mays Ruinen und unserer zweiten Station am Karibikstrand der Riviera Maya liegen zwei Autostunden Landstraße. Und schockierend viel Armut in den Dörfern, die wir passieren. Irgendwie waren wir naiverweise davon ausgegangen, dass sich hier in den letzten zwei Jahrzehnten mehr entwickelt hätte. Das sich die Lebensbedingungen der Menschen deutlich verbessert hätten, sich der Müll nicht an jeder Straßenecke stapeln würde, dass es mehr „gute“ Jobs geben würde, und weniger Menschen, die nur vom Verkauf billiger Souvenirs an Touristen leben müssten. Aber leider ist das nicht so. Nicht auf der Halbinsel Yucatán, wo der Tourismus eigentlich eine Menge Geld hinein spült. Vermutlich profitieren nur einige wenige von den Dollars und Euros der Touristen. Was ist zwischen Hochkultur (ich staune auch nach 20 Jahren darüber, was für ein architektonisches Meisterwerk die großen Pyramide von Chichén Itzá ist) und dem Bildungswesen von heute schief gelaufen? Ein Kellner in unserem kleinen Hotel am Strand gibt uns einen Teil der Antwort darauf. Er spricht mittelmässig Englisch und erzählt, dass er aus einem kleinen Dorf (nur eine Autostunde landeinwärts) stamme und seine Eltern nur „Maya“ sprechen. Er habe Glück gehabt und in der Schule Spanisch (die Amtssprache Mexikos!!!) gelernt, und ein wenig Englisch.

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Ach ja, wir sind dort angekommen, wo sich alles deutlich stärker verändert hat, als auf der verträumten Hazienda. In Tulum bzw. in der „Hotel-Zone“ Tulums, wie der Küstenabschnitt, der sich vom kleinen Städtchen Tulum ca. 10 km Richtung Süden bis zum Eingang des Naturreservats Sian Ka’an erstreckt, heute genannt wird. Hier ist fast nichts mehr wie bei unserem letzten Besuch. Wo es vor 20 Jahren nur eine Handvoll kleinerer Resorts und einige Tipis am Stand gab, reiht sich heute ein Boutique-Hotel ans andere. Leider konnte die Infrastruktur mit dem rasanten Wachstum nicht mithalten. Die Straße ist nur notdürftig ausgebaut, viel zu schmal für den nun herrschenden Verkehr. Es gibt keine Stromleitung. Was dazu führt, dass die meisten Hotels 24 Stunden lang Dieselgeneratoren betreiben. Es existiert keine Kanalisation und sehr offensichtlich auch kein funktionierendes Abfallsystem. Das alles spielt sich vor den Eingängen der als „eco-friendly“ beworbenen Boutique-Hotels, den Gesundheit suggerierenden „farm-to-table“ Restaurants und den grünen Spas ab. Tulum hat sich den Anstrich eines eco-chic Paradieses gegeben. Authentisch, nachhaltig, im Einklang mit der Natur will es sich abheben vom „all inclusive“ Pauschaltourismus der großen Hotels in Playa del Carmen und Cancun.

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Sicher, die Hotels sind allesamt relativ klein und sehr schön gestaltet. Meist jedoch zwei Tack zu schön, zu stylisch, zu gewollt, zu inszeniert. Aber irgendwie passt es zur illustren Gästeschar, die nicht über sich hinweg kommt. Walla-Walla Strandkleider, Mala-Ketten, jede Menge Hipster-Bärte. Dazu grüne Smoothiees und vegane Powerbowls zum Frühstück (aber bitte erst nach der Awakening Ceremony), Tribal Partys und Full Moon Sessions am Abend. Schicker Urlaubs-Lifestyle mit Yoga Vibes für Großstadt Hippies. Während sich auf der Straßenseite eine ökologischen Katastrophe abspielt und meerseitig das zweitgrößte Riff der Welt langsam ausbleicht.

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Wir lernen, dass unser Hotel heute eines der ältesten in der Hotel-Zone Tulums ist. Ein Fels in der Brandung mit dem treffenden Namen „versteckter Stein“. Einen deutschen Fliesenleger würde man verklagen, hier wirken die krumm und schief angebrachten Kacheln irgendwie charmant. Das Zimmer hat weder Kühlschrank noch TV, einen Föhn darf man nicht betreiben. Dafür wird der Laden ausschließlich mit Sonnen- und Windenergie (und Gas zum Kochen) betrieben. Kein lauter Generator, der Diesel-Abgase in die klare Luft bläst. Mädels: wind-geföhnt spart viel Zeit! Und tut gar nicht weh. Wer hätte das gedacht? Stylen war auch nicht nötig, denn es ging prima entspannt in der kleinen Bucht zu. Keine oooms, keine Erleuchtungs-Partys, kein Wellness Gesummsel … nur Flip Flops zwischen Zimmer, Strand und Restaurant. Dazu leckere Tacos, Margaritas, Meszcal und Sopa de Lima. Trotzdem bleibt das ungute Gefühl, dass so einiges nicht richtig läuft im karibischen Urlaubsparadies.

Darüber nachdenkend mache ich hier einen Punkt. Schwinge ein weiteres Mal die Schneeschaufel und hoffe darauf, dass Frau Holle es irgendwann heute gut sein lässt. Schließlich wollen wir noch ins Brauhaus. Das ein oder andere „Kölsch-style“ Bier mit unseren amerikanischen Freunden, die fünf Jahre in Köln gelebt und gefeiert haben, trinken. Morgen steigt dann an der Deutschen Schule eine Party. Alaaf!!! Nach Köln und in den Rest der Welt.

 

 

Neulich im Museum …

Hi there,

Detroit verbindet jeder mit der Automobilindustrie. Klar, die Motor City. Dieser Tage zeigt die automobile Welt auf der „North American International Auto Show“ wieder ihre neuesten Modelle und Technologien. Das Auto ist so verwoben mit der Geschichte und dem Schicksal der Stadt wie kaum etwas anderes. Ein ganz besonderer Ort in Detroit vermag es, Teile dieses Erbes zu erklären. Er befindet sich im „Detroit Institute of Arts“, dem prachtvollen Kunstmuseum der Stadt.
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Was? Wir gehen in ein großes Kunstmuseum und schauen uns „nur“ einen Raum an? Genau, das machen wir! Denn selbst wenn es an Zeit oder Kunstinteresse für das gesamte Museum fehlt, lohnt sich ein Besuch im „Diego Rivera Court“. Der mexikanische Wandmaler Diego Rivera hat hier zwischen April 1932 und März 1933 ein fantastisches Fresko („The Detroit Industry Murals“) als Hommage an die Automobilindustrie und ihre Arbeiter geschaffen. Finanziert hat das aus 27 Einzel-Tafeln bestehende Wandbild Edsel Ford. Der Sohn von Firmengründer Henry Ford stand damals der Kunst-Kommission des Museums vor. Die Idee zum Industrie-Fresko hatte William Valentine, der deutschstämmige Direktor des DIA. Model stand die „River Rouge Factory“ der Ford Motor Company. Rivera kam gemeinsam mit seiner Frau Frida Kahlo nach Detroit. Es war hier, wo auch ihre Karriere als Künstlerin in Bewegung kam. Vor zwei Jahren hat das Museum dem ungleichen Künstlerpaar eine fantastische Ausstellung über ihre Zeit in Detroit gewidmet.

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Bevor der Künstler seine Arbeit im Innenhof des Museums begann, studierte er einen Monat lang intensiv die Prozesse in der Autofabrik und fertigte unzählige Skizzen an. Ich habe während meiner zahlreichen Besuche im Rivera Court mehrfach dem Audio-Führer und den Erklärungen verschiedener ehrenamtlicher Museumshelfer gelauscht. Außerdem liegt hier ein Buch aus dem Museums-Shop, das alle Details des riesigen Wandbildes erläutert. Genug Material, um darüber zu schreiben. Und dann lese ich letzte Woche zufällig, wie Drew Philp in seinem Buch „The 500 Dollar House in Detroit“ einer Freundin den Rivera Court nahebringt. Bang! Der Text fasst die Darstellungen auf den 27 Tafeln des Wandbildes so wunderbar zusammen und bringt sie überdies in einen größeren Zusammenhang, dass ich ihn hier gerne (im Original und in der deutschen Übersetzung) zitieren möchte.

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„Up ahead was Rivera Court, where the master himself had spent a summer convincing the world of the beauty of the working man along the walls of one of America’s greatest museums. He worked just blocks from where mass manufacturing was born, when the middle class had been brought to life on five dollars a day, and where the struggle of building objects with one’s hands became honorable and noble. He painted the workers larger than the king. We stepped inside. Completed in 1933, the frescoes depict life inside Ford’s auto factories and the endless nobility of man. The twenty-seven panels portray advancements in science and technology, the fruits of the earth, the feminine and life-giving in relation to the masculine, hope, cooperation, and the totality of the human spirit, the interconnectedness of humankind, industry and the soul. Nowhere in the community of Detroit, and everywhere like it, better portrayed than in what is likely the finest example of Mexican mural art in the United States. This is where generations of artists have come to dip into the well of inspiration, the church of creativity, the warm embrace of the imagination clasping hands with reality. I explain all this to Cecilia as we hold hands together alone in the empty museum.

I tell her: It took an outsider, a Mexican Communist, to show our heroism to ourselves. He showed us that what is inside us here is inside all of us, everywhere, man’s legacy to the word. The figures are huge and all work together, different colors of men working and struggling and pushing toward one goal. Sand, rubber, and iron went in one end – and only but through the hands of man – a car came out the other. This is Detroit’s history, the heroism of the forge and crucible on display, a reminder of who we are as men and women and citizens of this planet. A gift to the city of Detroit, the fresco offers a choice: panels depicting poison gas and bombing planes mirror panels depicting vaccinations and aircraft of exploration.

They are not just offering us a choice of good or evil, forward or backward. They offer the choice between creativity and destruction. Rivera begs us to choose to create, to bring new life into this world, to make not just products but a brand-new heroic world of brother- and sisterhood, of nobility and honor. It could have been my grandfather or my father or anyone in my family depicted up there, and maybe yours. He’s asking all of us to do this. You. Create something every day. Despite what they may tell you, you artists, you mothers, you misfits of creativity, the world depends on what you can dream up. The ice caps aren’t getting bigger. The bombs are still being produced. The cities never stopped being torn apart with inequality and suffering. Practice. Practice creating that new world. our very survival depends on what you can create. You. Not someone else. You.“ – from „The 500 Dollar House in Detroit“ – Rebuilding an Abandoned home and an American City“ by Drew Philp, 2017 (Scribner) 

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„Vor uns lag der Rivera Court, in dem der Meister selbst einen Sommer lang verbracht hatte, um die Welt entlang der Wände eines der großartigsten Museen Amerikas‘ von der Schönheit der Arbeiterklasse zu überzeugen. Er arbeitete ein paar Straßenecken entfernt von dem Ort, an dem die Massenfertigung erfunden und die amerikanische Mittelklasse geboren wurde. Dort, wo es ehrenhaft und nobel wurde, Dinge mit der eigenen Hände Arbeit herzustellen. Er malte die Arbeiter größer als den König. Wir traten ein. 1933 fertiggestellt, beschreiben die Fresken das Leben innerhalb Ford’s Autofabriken und die grenzenlose Überlegenheit des Mannes. Die 27 Tafeln zeigen die Errungenschaften in Wissenschaft und Technik, die Früchte der Erde, die Leben gebende Weiblichkeit im Vergleich zur Männlichkeit, Hoffnung, Gemeinschaft, und die Einheit des menschlichen Daseins. Das Zusammenspiel von Menschheit, Industrie und Seele. Nirgends in Detroit oder in den Vereinigten Staaten ist dies besser dargestellt als in diesem wahrscheinlich großartigsten Beispiel mexikanischer Wandmalerei. Hierher pilgern Generationen von Künstlern, um sich inspirieren zu lassen. Es ist eine Kirche der Kreativität. Eine warme Umarmung der Idee, die Wirklichkeit fest in die eigenen Hände zu nehmen. Ich erzähle all‘ dies Cecilia, während wir uns – alleine im leeren Museum – an den Händen halten. 

Ich sage zu ihr: Es musste erst jemand von außen, ein mexikanischer Kommunist, kommen, um uns unser eigenes Heldentum vor Augen zu führen. Er hat uns gezeigt, was in uns allen steckt, hier in Detroit und überall sonst: es ist das Vermächtnis der Menschheit an die Welt. Seine Figuren sind groß und arbeiten alle zusammen, Männer unterschiedlicher Hautfarben arbeiten gemeinsam hart für ein Ziel. Sand, Gummi und Eisen fließen an einer Seite hinein, und nur durch die Arbeit der Männer, entsteht am anderen Ende ein Auto. Hier wird die Geschichte von Detroit ausgestellt: die Heldentaten am Schmelztiegel sind eine Erinnerung daran, wer wir als Männer und Frauen und als Bürger der Erde sind. Als Geschenk an die Stadt Detroit bietet das Fresko die Wahl: Tafeln, die Giftgas und Bomben werfende Flugzeuge zeigen, stehen Abbildungen gegenüber, auf denen Impfungen und Passagiermaschinen zu sehen sind. 

Sie bieten uns nicht nur die Wahl zwischen Gut und Böse, zwischen rückwärtsgewandt oder fortschrittlich. Sie bieten die Wahl zwischen Kreativität und Zerstörung. Rivera fleht uns an, die Kreativität zu wählen, neues Leben in die Welt zu bringen, nicht nur Produkte zu machen, sondern auch eine neue Welt der Brüderlichkeit zu schaffen, nobel und ehrenhaft. Es hätte mein Großvater oder mein Vater, oder jeder andere meiner Familie sein können, der hier dargestellt ist. Oder vielleicht auch Deiner. Er bittet uns alle, dies zu tun. Dich. Schaffe etwas, jeden Tag. Gegen alle Widerstände. Ihr Künstler, Ihr Mütter, Ihr kreative Außenseiter, die Welt hängt von dem ab, was Ihr hervorbringen könnt. Die Polkappen schmelzen weiter. Es werden immer noch Bomben hergestellt. In den Städten herrscht nach wie vor Ungleichheit und Leid. Übt. Übt, diese neue Welt zu schaffen. Unser eigenes Überleben hängt davon ab, was Du erschaffen kannst. Du. Nicht jemand anderes. Du.“ 

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Damals wie heute sind in der „Ford River Rouge Factory“ Besucher willkommen. Hier realisierte Henry Ford bereits 1928 seine Vision, die gesamte Produktionskette an einem Ort zusammenzuführen. Material und fertige Fahrzeuge werden über eigene Docks am River Rouge und per Bahn an- und abtransportiert. Auf den Gelände befinden sich ein Stahlwerk und eine eigene Stromproduktion. Mehr als 100.000 Arbeiter waren 1930 in der Rouge Factory beschäftigt. Schmelzöfen und Docks wurden mittlerweile an andere Unternehmen verkauft, das gesamte Areal in den 90er Jahren umfassend modernisiert. Heute laufen in der „Dearborn Truck Plant“, die nun Teil des Industrieparks „Ford Rouge Center“ ist, täglich 1200 F-150 Pick-up Trucks vom Band. Bei einer Tour durch die Autofabrik kann man auch eines der weltweit größten „Living Roofs“ bestaunen. 454.000 qm Dachfläche wurde mit dürreresistenten Bodendenkern bepflanzt, die Regenwasser sammeln und filtern. Es isoliert die Fabrikhalle im Sommer wie im Winter und reduziert damit den Energieverbrauch signifikant. Außerdem finden hier – mitten in einem Industriekomplex – Vögel und Insekten einen Lebensraum.

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William Clay „Bill“ Ford, Jr. (Urenkel von Henry Ford) und Vorstandsvorsitzender der Ford Motor Company hat sich maßgeblich für die Realisierung des grünen Daches eingesetzt. Er gilt innerhalb des Konzerns als energischer Anwalt für die Themen Umwelt, Nachhaltigkeit und alternative Mobilitätskonzepte. Ein traditionelles Industrieunternehmen Ressourcen schonend und nachhaltig in die Zukunft führen, das ist die Herausforderung von heute. Die Botschaft, die Diego Rivera Detroit und der Welt vor fast 100 Jahren hinterlassen hat, scheint aktueller denn je.

 

Countdown to Christmas …

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Ho ho ho – geschafft! Bald ist Bescherung! Habt alle einen wunderbaren Abend unterm‘ Baum … wir treffen uns hier im neuen Jahr wieder!
Merry, merry!

Grenzgänger

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Jeder hat ja so Orte, die er aus Romanen oder aus dem Fernsehen kennt, und die er gerne mal live sehen und erleben möchte. Bei mir waren das der Besuch von Coney Island (im Sommer 2014 abgehakt) und einmal von Kalifornien aus zu Fuß über die Grenze nach Tijuana, Mexiko gehen. Die Chance kam dann im letzten Winter, als wir in San Diego waren. Der letzte amerikanische Ort vor der Grenze heißt San Ysidro. Hier gibt es einen riesigen, bewachten Parkplatz für Grenzgänger wie uns. Auf der Brücke Richtung Grenze kamen uns schwer bewaffnete amerikanische Border Patrols entgegen, offenbar Schichtwechsel. Der Grenzübertritt nach Mexiko ist total unspektakulär. Man geht durch ein Drehkreuz und ist ohne Passkontrolle „drüben“.

Nach dem wir die ersten Straßenverkäufer und Taxifahrer hinter uns gelassen haben, werben unzählige Apotheken (cheap Viagra) und Zahnkliniken auf dem Weg ins Stadtzentrum um Kunden. Schnell ist klar: das hier ist eine andere Welt. Wir haben das schicke südkalifornische San Diego hinter uns gelassen und sind eingetaucht in die schmuddelige, ärmliche, laute, aber auch kunterbunte Welt der mexikanischen Grenzstadt Tijuana. Alle paar Meter werden uns Schmuck, Taschen und sonstige Souvenirs angeboten, am liebsten natürlich gegen US-Dollar. Die Avenida Revolución im Zentrum ist gesäumt von Restaurants, Spielhöllen und fliegenden Händlern. Man sieht aber auch viele Menschen, die auf etwas warten. Viele sind hier gestrandet, träumen von einem besseren Leben jenseits des Grenzzauns. Wir kaufen das ein oder andere Armband. An den Frida Kahlo Taschen kann ich auch nicht vorbei gehen. Es macht traurig, in vielen Gesichtern Hoffnungslosigkeit zu sehen, während man sich selbst wieder auf den Weg zurück ins wohlhabende Amerika machen kann.

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Für die Wiedereinreise in die USA heißt es Schlange stehen. Obwohl wir unsere Reispässe mit den gültigen Visas natürlich dabei haben, bin ich nervös. Und als wir dann nach gut einer Stunde vor dem Grenzbeamten stehen, versteht der es, meinen Herzschlag noch etwas zu beschleunigen. Zunächst möchte er, nachdem er unsere deutschen Pässe aufgeschlagen hat, eine Diskussion über die Flüchtlingspolitik Deutschlands anfangen. Das bekommen wir diplomatisch lächelnd aus dem Weg. Dann schaut er uns eindringlich an und sagt: „Oh, you are a US visa holder.“ Ach du Schreck, durften wir damit etwa nicht mal kurz nach Mexiko ausreisen? Im nächsten Augenblick knallt er aber seinen Stempel in den Paß und wünscht uns noch einen guten Tag. Welcome back to the US, puh!

Jetzt wissen wir ja, wie es geht … Hasta la vista!

Countdown to Christmas …

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Ein bisschen Hogwarts in Ann Arbor

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Die „University of Michigan“ hat viele tolle Gebäude – historische und moderne. Eines der schönsten Ensembles auf dem Campus ist für mich das „Law Quadrangle“. Nach dem Vorbild englischer Universitäten wie Oxford oder Cambridge wurde der Komplex mit seinen fünf Gebäuden zwischen 1923 – 1933 im gotischen Stil errichtet. Ein ehemaliger Jura-Student machte mit einer großzügigen Spende diesen fantastischen Bau für die Rechtswissenschaften möglich. Herzstück ist der große Lesesaal, der an die Great Hall in Hogwarts erinnert. Als ich zum ersten Mal durch den Torbogen in den grünen Innenhof dieser Jura-Fakultät ging, kam mir Harry Potter mit einem Stapel Bücher unterm‘ Arm vor meinem geistigen Auge entgegengelaufen. In dieser leicht magischen, friedlichen Atmosphäre hätte ich auch gerne studiert. Im historischen Lesesaal stehen alte Bücher in den Regalen, eine moderne Bibliothek wurde unterirdisch angelegt. Charmant finde ich jedes Mal den Kontrast zwischen dem altehrwürdigem Saal mit seinen prächtigen Kronleuchtern, Holz vertäfelten Decken, altmodischen Leselampen und kunstvoll gestalteten Glasfenstern und den heutigen Jurastudenten, die lässig an ihren modernen Laptops arbeiten.

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Noch einmal schlafen … 😉

Countdown to Christmas …

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America the Beautiful – Yosemite National Park

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Der „Yosemite Grant“, unterzeichnet von Präsident Abraham Lincoln, stellte Teile des heutigen Parks bereits 1864 unter den Schutz des Staates Kalifornien. Diese Entscheidung ebnete den Weg für das spätere Nationalpark-System. Dem Naturschützer John Muir ging das nicht weit genug. Er überzeugte den späteren Präsident Roosevelt während eines Camping-Ausflugs nach Yosemite den Schutz auszuweiten, und das gesamte Gebiet in der Sierra Nevada zum Nationalpark zu erklären. Mit Erfolg. Yosemite wurde als dritter Nationalpark der USA (nach Yellowstone und Sequoia) unter den Schutz des Bundes gestellt.

„This grand show is eternal“, hat John Muir über Yosemite gesagt. Das ist sie, hoffentlich. Angesichts der überwältigenden Natur, die sich vor einem hier ausbreitet, wird man selbst sehr klein und demütig. Und es wird einem wieder einmal mehr bewusst, wie wertvoll diese fantastische Natur ist. Und wie wesentlich es ist, diese großen und verletzlichen Ökosystem der Erde zu schützen und für nachfolgende Generationen zu bewahren.

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„As long as I live, I’ll hear waterfalls and birds and waterfalls sing. I’ll interpret the rocks, learn the language of flood, storm and the avalanche. I’ll acquaint myself with the glaciers and wild gardens, and get as near the heart of the world as I can.“ John Muir

Countdown to Christmas …

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Thomas Edison’s Denkfabrik

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Thomas Edison’s „Menlo Park“ und im Besonderen das „Laboratory“ sind meine Lieblingsorte im „Greenfield Village“. Henry Ford ließ das riesige Freilichtmuseum errichten, um die Geschichte der industriellen Revolution und des Lebens in Amerika dieser Zeit lebendig werden zu lassen. Er glaubte an die Kraft solcher anschaulichen Orte als die besseren Lehrmeister. „Those places can teach more than books can“. Ford war ein großer Bewunderer und enger Freund von Thomas Alva Edison. Und so wurde das weltweit erste Forschungs- und Entwicklungszentrum „Menlo Park“, das Edison ab 1876 in New Jersey betrieb, in Ford’s Greenfield Village als Hommage an den großen Erfinder Teil des Museums. Errichtet auf Erde, die eigens aus New Jersey nach Dearborn gebracht wurde, zum Teil aus Originalteilen, zum Teil rekonstruiert nach alten Fotografien. 1877 erfand Edison hier das Grammophon, was ihn weltweit berühmt machte. Erst zwei Jahre später stellte er die erste Kohlefaden-Lampe her, die hell und mehrere Tage lang brannte. Die Glühbirne selber gab es bereits. Aber es war Edison, der sie perfektionierte und sinnvoll nutzbar machte. Insgesamt hat Thomas Edison über 1000 Patente angemeldet. Darunter wichtige Erfindungen wie das erste Stimmen-Aufnahmegerät, das erste automatische Telegrafie-Gerät, den ersten elektrischen Generator, die erste Filmkamera, sowie die ersten elektrischen Lichtsysteme für Städte.

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Als das Greenfield Village im Oktober 1929 feierlich eröffnet wurde, stellte Edison den Moment, als er die Glühbirne zum Erleuchten brachte, nach. Am fast gleichen Ort, 50 Jahre nach dem historischen Augenblick. Neben Henry Ford war auch der damalige Präsident Hoover anwesend, das Ereignis wurde in ganz Amerika über das Radio übertragen. Ford ließ anschließend den Stuhl, auf dem Edison während der Aktion gesessen hatte, auf dem Boden festnageln. Als viele Jahre später der Boden erneuert wurde, musste um diesen Teil herum gearbeitet werden. Living History!

Countdown to Christmas …

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Love conquers all

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LOVE by Laura Kimpton and Jeff Schomberg

„The ‚LOVE‘ sculpture has become a symbol of hope in Sonoma County“, sagte die Inhaberin der „Paradise Ridge Winery“ im Sonoma Valley in einem Interview. Das Weingut wurde während der schlimmen Waldbrände im Oktober diesen Jahres zum Teil zerstört. Drei Monate zuvor hatten wir das Weingut mit seinem Skulpturengarten, den die Familie über viele Jahre zwischen den Weinhängen angelegt hat, besucht.

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Ironischerweise stammen viele der Skulpturen vom „Burning Man“ Festival, das einmal im Jahr in der temporär errichteten Stadt „Black Rock City“ in der Wüste Nevadas stattfindet. Acht Tage lang feiern dort inzwischen 70.000 Menschen eine große Party und sich selbst. In schrillen Kostümen tanzen die Teilnehmer dem Sonnenaufgang und Sonnenuntergang entgegen. Sie lassen sich inspirieren von der spirituellen Atmosphäre mitten in der Wüste. Für viele ein Selbstfindung-Trip. Über diesem surrealen Gemeinschafts-Spektakel lodern die Flammen der Stahl-Skulptur „Burning Man“. Daneben gibt es unzählige weitere phantastische, surreale Skulpturen, die sogenannten „Art Cars“. Sie sind auf Räder gebaut und laden die Teilnehmer zu einer Reise durch die Wüste und zu sich selbst ein. Atemberaubender Höhepunkt dieses für viele „life changing“ Events ist das „Abbrennen“ sämtlicher Kunstinstallationen am letzten Tag.

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„The Temple of Remembrance“ (David Best, 2013)

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P.S. Mehr Installationen vom „Burning Man“ Festivals gibt es bei „google Bilder“ … ich kann mich da gar nicht satt sehen.

Countdown to Christmas …

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Art Deco in Detroit

Detroit stieg in den 1920er Jahren zu einem beispiellos reichen weltweiten Industrie- und Handelsstandort auf. Zeugen dieser Zeit sind wunderschöne Art Deco Gebäude in der Stadt. Zwei von ihnen stechen besonders hervor. Ich weiß noch, als wir das erste Mal, eher zufällig, ins Guardian Building hinein gingen. Im Winter 2014. Draußen war es eisig kalt, grau, trostlos. Drinnen ein plötzlicher Glanz, wir haben unseren Augen kaum getraut. Vor allem hatten wir das in Detroit irgendwie nicht erwartet.

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Das Guardian Building, auch als Detroit’s „Cathedral of Finance“ bekannt, wurde 1929 in der Innenstadt eröffnet. Schon die Fassade des 36 Stockwerke hohen Gebäudes ist unglaublich schön. Die glasierten Kacheln, deren leuchtende Farben sich auch im Inneren wiederfinden, stammen aus der Pewabic Pottery in Detroit. Innen wird es noch prächtiger. Ein riesiges buntes Wandmosaik mit Blattgold Einlegearbeiten nimmt die eine Stirnseite ein. Es zeigt Szenen aus der Industrie-, Handels- und Agrargeschichte Michigans. Das Guardian Building wurde ausschließlich mit Menschen aus dem eigenen Staat realisiert. Architekt, Handwerker und Künstler – alles Michigander.

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Das Fisher Building, 1928 fertig gestellt, war ein Geschenk der wohlhabenden Fisher Brüder (das Unternehmen „Fisher Body“ baute Karosserien für verschiedene Automobilhersteller, bevor General Motors die Firma übernahm) an die Stadt Detroit. Architekt Albert Kahn erhielt von ihnen den Auftrag, das schönste Gebäude der Welt zu bauen. Nicht weit von Downtown entstand gemeinsam mit der General Motors Zentrale gegenüber das „New Center“. Das Fisher Building beherbergte neben der Fisher Firmenzentrale luxuriöse Einzelhandelsgeschäfte, Restaurants und das prachtvolle Fisher Theater. Die Fassade beeindruckt, aber die wahre Schönheit des Gebäudes findet man in seinem opulenten Inneren. Vierzig verschieden Arten Marmor wurden hier verbaut, die prächtigen Deckengewölbe sind in leuchtenden Farben bemalt. Viel Glanz, viel Gold, ein rauschendes Fest für die Augen.

Countdown to Christmas …

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The Fish! Philosophy

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Ich habe es erst geschnallt, als ich an einem der Fischstände am berühmten „Pike Market Place“ in Seattle zuschaute, wie die Fische durch die Luft flogen. Ah!!!! Richtig! Hier haben sich die Autoren der Fish! Philosophy 1998 inspirieren lassen. Die ungewöhnlich motivierten und gut gelaunten Fischverkäufer brachten sie auf die Idee, hieraus ein Motivations-Konzept für Mitarbeiter in Unternehmen abzuleiten. Der Ansatz, dass die eigene Einstellung entscheidend dafür ist, wie viel Freude man an der täglichen Arbeit hat, war zwar auch damals schon nicht neu. Aber über das lebendige Beispiel der Fischerverkäufer transportiert,  lässt es sich sehr unterhaltsam und einprägsam präsentieren. Die einfache Botschaft: Man hat so viel Freude am Arbeitsplatz, wie man sich selbst macht. Und diese positive Energie strahlt auch auf andere ab. Das haben die Fischerverkäufer am Pike Market Place in Seattle zu ihrer Maxime erhoben. Ihre Arbeit ist ein Knochenjob. Aber sie haben sich entschieden, alles, was sie ohnehin tun müssen, mit Freude zu tun. Nicht nur sie, auch die Kunden haben riesigen Spaß an der täglichen Show auf dem Fischmarkt. Das Buch habe ich vor vielen Jahren gelesen. In Seattle wurde es dann sehr lebendig … als es bei mir endlich klick gemacht hatte.

Countdown to Christmas …

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„Elvis Honeymoon Hideaway“ – Palm Springs 

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In Palm Springs erholen sich seit den 1930er Jahren Hollywood Stars und Sternchen vom anstrengenden Filmgeschäft in Los Angeles. In der „The Movie Colony“ besaßen Celebrities wie Marilyn Monroe, Frank Sinatra und Cary Grant zwischen 1930 und 1960 Häuser. Der vorherrschende Architekturstil in Palm Springs ist „Mid-Century Modern“. Unterhalb der Ausläufer der San Jacinto Mountains, mit fantastischen Panoramablick auf die Santa Rosa Mountains und das Coachella Valley hat auch Elvis Presley das sonnige Leben in der Wüstenstadt genossen. Nach der Hochzeit mit Priscilla in Las Vega hat er seine Braut, den „Hawaiin Wedding Song“ aus dem Film Blue Hawaii singend, die Treppen zum „Honeymoon Hideaway“ hinaufgetragen. Neun Monate nach den ausgedehnten Flitterwochen in Palm Springs wurde Tochter Lisa geboren. 😉