Countdown to Christmas …

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Wunderland in der Wüste

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Der wohl berühmteste Joshua Tree der Welt befindet sich auf der Rückseite des fünften Studioalbums der irischen Rockband U2. 1987 gab der Baum der Platte ihren Namen – „The Joshua Tree“. Zum 30-jährigen Jubiläum ziert die bizarre Form der „Josua Palmlilie“ wieder das Album, 2017 in glänzendem Gold.

Am „Joshua Tree National Park“ ging also für mich kein Weg vorbei auf unserer Reise durch den Südwesten Kaliforniens im letzten Winter. Auch wenn das Foto auf dem Cover gar nicht dort, wie ich zunächst annahm, sondern im 250 Meilen entfernten Death Valley, geschossen wurde. Hier fand der Fotograf Anton Corbijin einen einsamen Joshua Tree. Das ist ungewöhnlich, die Bäume stehen meist in Gruppen. Als die Mormonen die Mojave Wüste durchquerten, sahen sie in der eigenwilligen Form die Gestalt des Propheten Joshua, der seine Hände zum Gebet in den Himmel streckt und den Weg ins gelobte Land weist.

Der Joshua Tree National Park ist der ungewöhnlichste Nationalpark, den wir bisher bereist haben. Er verfügt über so gut wie keine Infrastruktur. Wer im Park übernachten möchte, muss campen. Dafür gibt es in dieser Wüsten-Wunderwelt wenig, was das Auge stören könnte. Die skurrilen baumhohen Juccapalmen und die karge felsige Landschaft erzeugen eine fast mystische Atmosphäre. Die ungewöhnlichen Felsformationen mit ihrer rauen Oberfläche ziehen Kletterer aus aller Welt an. Um die wie nicht von dieser Welt wirkende wunderliche Landschaft des Joshua Tree National Parks wirklich zu erleben, muss man Wanderungen abseits der Parkplätze unternehmen. Dann fühlt es sich an, als hätte man diesen herrlich entrückten Ort für sich alleine.

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