{"id":3556,"date":"2017-03-23T14:48:42","date_gmt":"2017-03-23T18:48:42","guid":{"rendered":"http:\/\/brittamachtblau.de\/?p=3556"},"modified":"2017-03-23T14:56:47","modified_gmt":"2017-03-23T18:56:47","slug":"dancing-in-the-streets","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/brittamachtblau.de\/?p=3556","title":{"rendered":"Dancing in the streets"},"content":{"rendered":"<p><em><strong><br \/>\n<a href=\"http:\/\/brittamachtblau.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/DSC_0037.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft wp-image-3669\" src=\"http:\/\/brittamachtblau.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/DSC_0037-1024x683.jpg\" alt=\"DSC_0037\" width=\"2033\" height=\"1355\" srcset=\"https:\/\/brittamachtblau.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/DSC_0037-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/brittamachtblau.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/DSC_0037-300x200.jpg 300w, https:\/\/brittamachtblau.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/DSC_0037-768x512.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 2033px) 100vw, 2033px\" \/><\/a>&#8220;As a songwriter I wanted to write about what people needed, wether it was love, a reason to dance, a reason to cry.&#8221; \u00a0<\/strong><\/em><\/p>\n<p>aus Berry Gordy&#8217;s Biografie &#8220;To be loved. The Music, The Magic, The Memories of Motown&#8221;<\/p>\n<p>Hi there!<\/p>\n<p>Ich hatte mal wieder lieben Besuch aus Deutschland. Das hei\u00dft in der Regel: auf nach Detroit! Ich freue mich immer, wenn ich diese faszinierende Stadt unseren\u00a0G\u00e4sten zeigen\u00a0darf. Erste Station an diesem kalten sonnigen Michigan\u00a0Wintermorgen: ein\u00a0Einfamilienhaus am West\u00a0Grand Boulevard, in dem Musikgeschichte geschrieben wurde. Hier entstand\u00a0der legend\u00e4re Motown-Sound. Hier traten\u00a0junge, talentierte, aber unbekannte &#8220;Kids&#8221; aus Detroit durch eine T\u00fcr hinein, und gingen durch eine andere als Stars hinaus. Ihre Scheiben\u00a0landeten von hier auf den Plattentellern der DJs des Landes\u00a0und dar\u00fcber hinaus.<\/p>\n<p>Diana Ross, Marvin Gaye, Stevie Wonder, die Temptations, Smokey Robinson, Martha\u00a0Reeves, die Supremes, die\u00a0Four Tops, &#8230; sie alle nahmen ihre Hits im legend\u00e4ren &#8220;Studio A&#8221; auf. Der junge\u00a0Afro-Amerikaner\u00a0Berry Gordy gr\u00fcndete 1959 das Schallplatten-Label\u00a0&#8220;Motown Records&#8221;. Er war Songschreiber, Produzent und kreativer Kopf von &#8220;Hitsville U.S.A.&#8221;, wie die\u00a0erfolgreiche Hit-Fabrik auch genannt wurde. Die Jackson Five mit Michael Jackson sangen hier, in der ehemaligen Garage des Hauses, 1968 zum ersten Mal vor.\u00a0In der oberen\u00a0Etage des heutigen Museums liegen die silbernen Handschuhe und der schwarze Hut von Michael Jackson&#8217;s erstem Moonwalk hinter Glas. Der sp\u00e4tere Superstar hat sie dem Museum gespendet.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/brittamachtblau.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/DSC_0040.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft wp-image-3676\" src=\"http:\/\/brittamachtblau.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/DSC_0040-1024x683.jpg\" alt=\"DSC_0040\" width=\"2031\" height=\"1354\" srcset=\"https:\/\/brittamachtblau.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/DSC_0040-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/brittamachtblau.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/DSC_0040-300x200.jpg 300w, https:\/\/brittamachtblau.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/DSC_0040-768x512.jpg 768w, https:\/\/brittamachtblau.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/DSC_0040.jpg 1125w\" sizes=\"(max-width: 2031px) 100vw, 2031px\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/brittamachtblau.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/DSC_0049-e1490292519183.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft wp-image-3697\" src=\"http:\/\/brittamachtblau.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/DSC_0049-683x1024.jpg\" alt=\"DSC_0049\" width=\"2030\" height=\"3044\" \/><\/a>Das Motown Museum\u00a0kann man nur per Tour besichtigen. Innenaufnahmen sind strengstens untersagt. Daf\u00fcr steckt die Begeisterung unseres weiblichen\u00a0Tourguides f\u00fcr\u00a0die Geschichte und die Musik von Motown sofort an. Sie unterh\u00e4lt uns so lebhaft\u00a0mit\u00a0Fakten und Anekdoten, dass man gut nachsp\u00fcren kann, was f\u00fcr eine aufregende Zeit dies in Detroit gewesen sein muss.<\/p>\n<p>Berry Gordy erwirbt das blau-wei\u00dfe Haus 1959 mit einem 800 Dollar Darlehen seiner Familie. Dem\u00a0Einstieg ins Musikgesch\u00e4ft gehen\u00a0verschiedene andere berufliche Stationen voraus. Er boxt, arbeitet im Lebensmittelgesch\u00e4ft seiner Eltern, auf dem Bau, und schlie\u00dflich bei der Ford Motor Company. Dort gef\u00e4llt ihm zwar\u00a0die monotone Arbeit am Flie\u00dfband nicht, jedoch l\u00e4sst er sich von den Kl\u00e4ngen der Maschinen inspirieren und schreibt\u00a0nach Feierabend Songs dazu. Der Motown-Sound, der hier in Downtown Detroit kreiert wird, ist\u00a0neu. Anders, als alles, was man bisher geh\u00f6rt hat. Der Sound\u00a0vereint\u00a0Black Gospel Music mit Jazz. Kirchenmusik\u00a0mit weltlichen Kl\u00e4ngen. Zur Begleitung der S\u00e4nger und S\u00e4ngerinnen spielen fast t\u00e4glich die &#8220;Funk Brothers&#8221; im Studio A auf. Diese sorgf\u00e4ltig zusammengestellte\u00a0Gruppe von Studiomusikern ist\u00a0ein wesentlicher Erfolgsfaktor von Motown. Die Musik der Band ist auf mehr Nr. 1 Platten zu h\u00f6ren, als Elvis, The Beatles, The Rolling Stones und The Beach Boys zusammen hatten. Im angrenzenden Kontrollraum werden die Songs gemischt, meist entstehen zahlreiche Versionen. Berry Gordy ist\u00a0ein Perfektionist und gibt sich nur mit dem perfekten Song\u00a0zufrieden. Eine\u00a0&#8220;Echo-Kammer&#8221; im ersten Stock dient als Resonanzk\u00f6rper, lange bevor Synthesizer oder Computer diese Aufgabe \u00fcbernehmen. Das St\u00fcck &#8220;Shop around&#8221; von den &#8220;Miracles&#8221; wird Motown&#8217;s erster Millionen-Hit.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/brittamachtblau.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/DSC_0004.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft wp-image-3668\" src=\"http:\/\/brittamachtblau.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/DSC_0004-1024x683.jpg\" alt=\"DSC_0004\" width=\"2024\" height=\"1349\" srcset=\"https:\/\/brittamachtblau.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/DSC_0004-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/brittamachtblau.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/DSC_0004-300x200.jpg 300w, https:\/\/brittamachtblau.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/DSC_0004-768x512.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 2024px) 100vw, 2024px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Berry Gordy sorgt aber nicht nur f\u00fcr den richtigen Sound, er entwickelt die K\u00fcnstler auch zu Stars, mit allem was dazu geh\u00f6rt. Viele stammen aus sehr einfachen Verh\u00e4ltnissen. Hier lernen sie, sich in der Welt der Stars zu bewegen. Das elegante Erscheinungsbild seiner Musiker wird zum Markenzeichen von Motown Records. Um mehr Raum f\u00fcr all diese Aktivit\u00e4ten zu schaffen, kauft Berry Gordy weitere 7 H\u00e4user entlang des West Grand Boulevard. Wie bei einer Fertigungsstra\u00dfe (auch diese Idee stammte aus seiner Zeit bei Ford) erf\u00fcllt jedes Haus eine andere Funktion. Im &#8220;Artist Development House&#8221; lernen die K\u00fcnstler Tanzschritte, Choreographie und gutes Benehmen. Im &#8220;Publishing Office&#8221; werden die Plattenverk\u00e4ufe organisiert,\u00a0zwei weitere H\u00e4user sind\u00a0f\u00fcr Marketing und Reisen der Stars zust\u00e4ndig, eines f\u00fcr &#8220;International Talent Management&#8221; und im\u00a0&#8220;Money House&#8221;\u00a0holen\u00a0die K\u00fcnstler sich ihre Schecks ab. Motown operiert praktisch rund um die Uhr.\u00a0Berry Gordy wollte die musikalische Kreativit\u00e4t nicht von \u00d6ffnungszeiten abh\u00e4ngig machen. Zwischen 1959 und 1972 haben 450 Menschen\u00a0in Detroit am Erfolg von Motown Records gearbeitet. 1966 erzielt das Unternehmen einen Vorsteuergewinn\u00a0von 20.000.000 US Dollar. 1968 zieht die Motown Record Corporation in ein gr\u00f6\u00dferes Geb\u00e4ude innerhalb Detroits um, bevor Berry Gordy das Plattenlabel Anfang der 70er Jahre nach Los Angeles verlegt.<\/p>\n<p>Seit 1985 ist es ein Museum, gegr\u00fcndet von Esther Gordy Edwards, der j\u00fcngsten Schwester von Berry Gordy, die w\u00e4hrend der 60er Jahre f\u00fcr Motown Records\u00a0arbeitete. Sie war es, die ihren Bruder Berry in Kalifornien anrief, als die ersten\u00a0Tour-Busse am West Grand Boulevard vorfuhren. &#8220;Gordy, I think we made history here&#8221;, soll sie gesagt haben. Der Sound, der aus dem Studio A auf den Plattentellern\u00a0und B\u00fchnen der\u00a0Welt\u00a0landete, hat in der Tat Musikgeschichte gemacht. Gleichzeitig schafft es die Musik der schwarzen Motown-K\u00fcnstler\u00a0auch, Rassen-Barrieren zu durchbrechen. &#8220;Unsere Musik brachte schwarz und wei\u00df zusammen, die Menschen tanzten gemeinsam und hielten sich an den H\u00e4nden&#8221; erinnert sich Smokey Robinson.<\/p>\n<p>Der Besuch des\u00a0Motown Museums ist ein Flashback in die 60er Jahre. Neben Studio, Kontrollraum, Plattenarchiv, B\u00fcro und Empfang ist auch die Wohnung von Berry Gordy und seiner Familie im Originalzustand erhalten. Die Farben orange, braun und beige dominieren. Im S\u00fc\u00dfigkeiten-Automaten stecken noch Schoko-Riegel aus dieser Zeit. Der Zigarettenautomat sieht genau so aus, wie jene in deutschen\u00a0Dorfkneipen, an denen\u00a0wir mit einem F\u00fcnfmarkst\u00fcck Zigaretten f\u00fcr unsere Eltern gezogen haben.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/brittamachtblau.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/FullSizeRender.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft wp-image-3674\" src=\"http:\/\/brittamachtblau.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/FullSizeRender-1024x605.jpg\" alt=\"FullSizeRender\" width=\"2026\" height=\"1197\" srcset=\"https:\/\/brittamachtblau.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/FullSizeRender-1024x605.jpg 1024w, https:\/\/brittamachtblau.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/FullSizeRender-300x177.jpg 300w, https:\/\/brittamachtblau.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/FullSizeRender-768x454.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 2026px) 100vw, 2026px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Unsere Tour endet im Studio A. Hier steht ein alter Steinway-Fl\u00fcgel, dessen Rechnung f\u00fcr die aufw\u00e4ndige Restaurierung vor einigen Jahren kein geringerer als Sir Paul McCartney \u00fcbernahm. \u00dcberhaupt schauen immer mal wieder Musikgr\u00f6\u00dfen in &#8220;Hitsville U.S.A.&#8221; vorbei. Usher, Beyonc\u00e9 und Jay Z durfte unser quirliger Tourguide erst vor Kurzem die H\u00e4nde sch\u00fctteln. Das erh\u00e4lt sie uns stolz, und schw\u00e4rmt von\u00a0Usher&#8217;s gutem Aussehen.<\/p>\n<p>F\u00fcr einen kurzen Moment d\u00fcrfen auch wir uns wie Motown Stars f\u00fchlen. Tanzschritt rechts, Tanzschritt links singen wir gemeinsam &#8220;My girl&#8221; von den Temptations .\u00a0&#8220;I&#8217;ve got sunshine on a cloudy day.\u00a0When it&#8217;s cold outside I&#8217;ve got the month of May.\u00a0I guess you&#8217;d say.\u00a0What can make me feel this way?\u00a0My girl &#8230; Talkin&#8217; &#8217;bout my girl &#8230;&#8221;<\/p>\n<p>Noch schnell eine Runde &#8220;Shop around&#8221; im Giftshop, bevor wir im klirrend kalten Detroit auch vom Monat Mai tr\u00e4umen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8220;As a songwriter I wanted to write about what people needed, wether it was love, a reason to dance, a reason to cry.&#8221; \u00a0 aus Berry Gordy&#8217;s Biografie &#8220;To be loved. The Music, The Magic, The Memories of Motown&#8221; Hi there! Ich hatte mal wieder lieben Besuch aus Deutschland. 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