3 days to go … Alles auf Anfang

„Nie war mehr Anfang als jetzt“ – Walt Whitman

Good Morning Ann Arbor!

Unsere materiellen Dinge in Boxen und Bubble Wrap verstaut, das Haus leer. Wir fühlen uns exakt so, wie vor fünf Jahren, als wir in das fast leere Haus eingezogen sind. Edel-Camping – damals vier Wochen lang, jetzt nur vier Nächte. Alles auf ein Minimum reduziert. Ein paar Ikea Teller und Tassen, Kaffeemaschine, Toaster, der alte Esstisch unseres Vermieters. So sehr ich das Umzugs-Chaos gehasst habe, so sehr liebe ich nun das leere (und wieder saubere) Haus. Befreiend. Und erstaunlich, mit wie wenig man doch eigentlich auskommt.

Na, wer ist hier schon mal aufgewacht? 😉

Die drei Tage Umzug haben mich dafür viele Nerven gekostet. Wenn ich in nächster Zeit hören sollte, wie Tape abgerollt wird, schreie ich. Zum Glück dauert es nun mindestens fünf Wochen, bevor der Container in Köln eintrifft. Dann brauche ich viel guten Zuspruch und jede Menge Baldrian. Ich habe nämlich keine Ahnung, wie man Möbel wieder zusammenbaut, wenn die dazugehörigen Schrauben in irgendwelchen anderen Kisten verschwunden sind. But for now: not my problem!

Ich geniesse gerade meinen dritten Kaffee in der morgendlichen Kühle. Ich traue mich das kaum zu schreiben …

Apropros Umzugs-Chaos … die eigentliche Katastrophe ist ja eine ganz andere. „Wo ist meine Ducky?“ ertönte es am ersten Abend durch“s Haus. Für alle nicht Eingeweihten: Ducky ist das Lieblings-Stofftier meines Sohnes. Die Ente begleitet ihn, seit sie ihm im Kölner Karneval in den Kinderwagen gereicht wurde. Beziehungsweise Ducky 2.0. Das Original wurde vor einigen Jahren aus dem Verkehr gezogen, um seinen Erhalt zu sichern 😉 Ihr denkt jetzt bestimmt, teure Ware von Steiff oder so. Ne, ne. Ducky trägt ein TCM Label. Wird aber mittlerweile auf ebay als „Kult/Retro-Ente“ gehandelt. Lange Rede …. ihr ahnt es schon: Ente „Ducky“ ist in eine der Boxen abgetaucht und wird nun (blau verplombt) über den Atlantik schwimmen. Abenteuerlustig, die Gute. Fliegen kann ja jeder. Drückt bitte ganz fest die Daumen, dass sie Luft zum Schnattern hat und es ein glückliches Wiedersehen in Köln gibt!!! In der Zwischenzeit hält „Billy“ das Bison die Stellung. 

Dagegen nimmt sich mein kaputter Vintage Schrank, der die Treppe mehr heruntergerutscht ist, als das er getragen wurde, wie eine Kleinigkeit aus. Alles auf Anfang eben.