GameDay

Hi there,

Football’s here! Erstes Heimspiel heute: Michigan vs. Oregon State. Im Michigan Stadium in Ann Arbor. Im „Big House“, wie es hier überall genannt wird. In der kleinen Stadt Ann Arbor steht das größte Stadium der USA. Wenn wir aus unserer Vorstadt-Siedlung nach Downtown fahren, passieren wir es auf halber Strecke. Fast alle 120.000 Einwohner Ann Arbors‘ (rund ein Drittel davon sind College Studenten) würden hier einen Sitzplatz finden. Der Zuschauerrekord liegt bei rund 115.000. Die offizielle Kapazität beträgt aktuell 107,600. Weltweit gibt es nur zwei Stadien, die größer sind, in Indien und in Korea. Das Big House gehört der University of Michigan und in der Hauptsache wird hier von Anfang September bis Ende November Football gespielt, College Football. Das ist Big Business für die Uni. Manchmal „mogeln“ sich andere sportliche Highlights dazwischen. Das war im letzten Sommer das Spiel Real Madrid vs. Manchester United im Rahmen des „International Champions Cups“. Im Winter zuvor wurde der Rasen zur Eisfläche und das Stadium zum Gastgeber der „NHL Winter Classics“: Detroit Red Wings vs. Toronto Maple Leafs. Auch eisige Temperaturen und Schneefall hielten keinen Fan ab: beide Ereignisse fanden vor ausverkauftem Haus statt.

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Acht Heimspiele absolviert die Michigan Football Mannschaft im Inneren des roten Backsteinbaus pro Saison. An jedem dieser Samstage steht die Stadt und vor allem der Bereich rund um das Stadion Kopf. Anwohner machen Kasse mit der Vermietung von Parkplätzen. Ein Farbenmeer aus blau und gelb. „Go Blue“ Rufe aller Orten. Grillschwaden und Partystimmung lange vor dem ersten Touchdown auf dem gegenüber dem Stadium liegenden Golfplatz sowie auf dem großen Parkplatz der angrenzenden Highschool. „Tailgating“ heißt diese Tradition. Und das geht so: Früh morgens Platz für Fahrzeug sichern; Kofferraum/Ladeklappe auf; Campingstühle (idealerweise natürlich wie die Kühlbox im Michigan Design!) und Tische aufstellen; Grill aufbauen; Kühlbox mit Bier, Bratwurst & Co. ausladen; los geht’s! Die Hardcore Fans flippen bereits ihre Frühstücks-Pancakes auf der Grillplatte. Kontakte mit den Tailgate Nachbarn sind schnell gemacht. „How are you“, „nice to meet you“ gilt auch hier. Grillgut und Bier (ah ein Kölsch-Style-Bier brewed in Detroit, lecker!) werden fleißig ausgetauscht. Im Stadion ist Alkoholverbot, schließlich gehört es zur Uni und die meisten Studenten haben das Drinking Age von Michigan (21) noch nicht erreicht.
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Kölle meets Michigan

 

Stichwort Stadion: Von außen sieht es gar nicht so riesig aus. Es liegt tief, wie eine Schüssel. Die Größe erfasst man erst, wenn man mitten drin sitzt, einer der rund 110.000 Zuschauer bei einem Heimspiel ist. Football zählt sicher nicht zu meinen sportlichen Leidenschaften. Aber ein Spiel in diesem gigantischen Stadion zu erleben, ist ein beeindruckendes Erlebnis. Im Rahmen einer Stadion-Tour konnte ich zwei Mal hinter die Kulissen schauen: Presseräume, VIP-Logen, Umkleidekabinen. Dazu gab es viele spannende Fakten und Geschichten rund um den gesamten Sportbereich der University of Michigan, der in diesem College-Jahr seinen 150-sten Geburtstag feiert. Im Locker Room hat der spätere US Präsident Gerald Ford einen Ehrenplatz. Er hat während seines Studiums an der U-M von 1930-1935 zwei Jahre für Michigan Football gespielt. Höhepunkt der Tour war der Gang durch den Tunnel – hinein in ein leeres Stadium.

Befremdlich finde ich die Tatsache, dass während der Football Spiele Scharfschützen auf dem Dach Stellung beziehen. Aber das ist wohl dem ausgeprägten Sicherheitsbedürfnis der Amerikaner geschuldet. Unten auf dem Feld läuft vor dem Spiel die „Michigan Marching Band“ auf und stimmt die gelb-blaue Fangemeinde (die College-Studenten tragen meist komplett „maize“, wie das gelb genannt wird, und bilden einen unübersehbaren Block im Stadion) mit schmissigen Songs auf das Football Spektakel ein und sorgt auch während Tackles und Touchdowns für eine einzigartige Stimmung.

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Let’s go blue! Haben auch heute die Michigan Fans wieder gesungen. Das Spiel ist soeben mit einem 35 – 7 Sieg für Michigan zu Ende gegangen. Hail to the Victors!

 

No place like home?

Hi there!

Als uns das Taxi nach vier Wochen Heimaturlaub morgens um sechs am Kölner Bahnhof ausspuckt (zur blauen Stunde übrigens ;-), geht mein Blick sehnsüchtig hinauf zu den Spitzen des Kölner Doms. Ein “Home is where the dome is” sage ich fast andächtig zum Abschied und bekomme von meinem Sohn postwendend ein “Home is where the M is” entgegen geschmettert. Wumm, das saß. Schon am Vorabend, als sich bei mir so was wie Abschiedsschmerz einstellte, meinte er, es sei doch alles gut, wir würden doch nach Hause fliegen. Nach Hause, Heimat … ich bin verwirrt! Und hin- und –hergerissen zwischen den Welten.        

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Darüber, was Heimat bedeutet, mache ich mir schon eine Weile Gedanken. Hier in Ann Arbor habe ich in den letzten zwei Jahren viele Menschen unterschiedlicher Herkunft getroffen, die zum Teil schon viele Jahre hier leben. Für eine spanische Freundin, die seit über 20 Jahren in den USA lebt, fühlt es sich auch nach so langer Zeit nicht “natürlich” an, hier zu sein. Sie hat aber auch in Spanien keinen Ort mehr, den sie Heimat nennt, worüber sie sehr traurig ist. Für ihren Mann (als Teenager mit seinen Eltern nach Kanada immigriert) hingegen existiert das Konzept “Heimat” gar nicht. Er findet das aber auch nicht schlimm.

Mir dagegen ist seit unserem Umzug sehr bewusst geworden, wie wichtig dieser Anker für mich ist. Ich bin sehr dankbar für die Orte, mit denen ich ein Gefühl von Heimat verbinde. Da ist der Ort, in den ich hineingeboren wurde, Erinnerungen an eine glückliche Kindheit und prägende Teenagerzeit. Da ist meine Wahlheimat-Stadt Köln, mit der ich heute am stärksten verbunden bin. Da ist Berlin, weil diese Stadt seit meiner Kindheit immer „mit dabei“ war und zwischen 2008 und 2012 eine ganz besondere Rolle gespielt hat. Da ist auch ein kleiner Ort in Norditalien, der seit 1996 mehr als sommerliches Ferienziel für unsere gesamte Familie geworden ist. Und da ist Houston, Texas, wo ich nach dem Abitur ein Jahr in einer Familie gelebt habe. Wenn ich meine Gastfamilie in den Folgejahren besuchte, kribbelte es in meinem Bauch, sobald das Flugzeug texanischen Boden berührte. Alles meinen kleinen Heimaten.

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Landeanflug auf Detroit, Detroit River                         Downtown Detroit (l.u.) / Windsor, Kanada auf der anderen Seite

Auch in Ann Arbor haben wir uns sicherlich ein Stück Heimat geschaffen. Es ist derzeit “home”, und das im besten Sinne. Aber wirklich hoch schlägt mein Herz, wenn die Domspitzen in Sicht kommen oder der ICE den Berliner Bahnhof Zoo durchfährt. Heimat als Ort und als Gefühl. Das Gefühl, mit einem Ort tief verbunden zu sein. Das Gefühl, sich in seiner eigenen Muttersprache am besten ausdrücken zu können. Das Gefühl, den Humor zu verstehen, und selber verstanden zu werden.

Im letzten Jahr habe ich ein tolles Buch zum Thema gelesen. “Heimflug”, ein autobiographischer Roman der Amerikanerin Brittani Sonnenberg. Sie wuchs als Tochter sogenannter Business-Nomaden auf, die Familie zog alle paar Jahre um. USA, Europa, Asien. Ein Leben zwischen Kontinenten und Kulturen. Ihre eigentliche Heimat USA kennt sie nur von den jährlichen Besuchen ihrer Großeltern in den Sommerferien. Das Buch versucht zu ergründen, was Heimat ist und wie man damit lebt, keine zu haben. Wenn sich an keinem Ort ein Gefühl von verwurzelt sein, von Geborgenheit einstellen mag.

Gemessen an den Schicksalen der Menschen, die momentan aus ihren Heimaten fliehen, erscheinen all diese Gefühle und Gedanken eher belanglos. Aber sie machen mir umso deutlicher, wie traurig ihre persönlichen Geschichten sind. Und ich wünsche den Menschen, dass sie trotz des Erlebten ein Stück Heimatgefühl hinüber retten können. Als Silberstreif am Horizont, der ihnen  Zuversicht und Kraft für das neue Leben fernab ihrer eigentlichen Heimaten gibt.

Jetzt ist dieser Beitrag ernster und vielleicht auch sehr viel persönlicher geworden, als ich ihn ursprünglich mal im Kopf hatte. Hier beginnt heute das lange „Labor Day Weekend“ und markiert das Ende des Sommers. Der Labor Day würdigt den Beitrag der amerikanischen Arbeiter zum Wohlstand des Landes. Dienstag heißt es „back to school“ – finally. Außerdem hat die Football Saison begonnen. Michigan – Go blue! Home is where the M is. 😉

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Harley Weekender

Hi there!

Back to Ann Arbor. Nach vier Wochen Deutschland. Und während ich noch meine Gedanken (home is where my heart is!?) sortieren muss, gibt es hier einen kurzen Gastbeitrag meines Mannes Jörg. Der hat sich nämlich, als ich noch in Köln blau machte, seine Harley geschnappt und ist am letzten Wochenende entlang des „Heritage Trails“ US-12 von Ann Arbor nach Chicago gedüst.

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„Eine landschaftlich wunderschöne Strecke, die auch Michigan’s längste „Garage Sale Route“ genannt wird, da neben zahlreichen Antique Shops viele private Flohmarktstände die Strecke säumen. Vorbei am „Michigan International Speedway“ (so was wie der Nürburgring von Michigan) geht es durch eine hügelige Landschaft, die ich als Rheinländer mit dem Bergischen Land vergleichen würde. Hier heißen sie „Irish Hills“, weil die Landschaft die irischen Einwanderer an ihre Heimat erinnerte. Auf halber Strecke liegt Sturgis, ein Namens-Ableger des legendären Örtchens in South Dakota, wo sich jeden August eine Million Biker (hauptsächlich Harley Fahrer) zur „Motorcycle Rally“ treffen. Eigentlich wollte ich es in diesem Sommer dorthin schaffen, um beim 75jährigen Jubiläum des riesigen Biker Spektakels dabei zu sein. So mache ich wenigstens Stopp im lauschigen Sturgis von Michigan.

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Weiter ging es durch bunte Blumenfelder und satte grüne Wiesen nach Michigan City am Lake Michigan. Hier mussten müde Biker-Beine über Nacht ruhen. Dafür konnte ich meine Strecke am nächsten Morgen ausgeruht und munter mit der letzten Teilstrecke entlang des Michigan Sees nach Chicago fortsetzen. Um 6.30 Uhr drehte ich als Early Bird eine ruhige, knatternde Runde durch die Straßen der Windy City, bevor die Stadt eine Stunde später zum Leben erwachte. Nach einer ordentlichen Stärkung mit Koffein und Bagel hatte ich ausreichend Kraft, bis zum frühen Nachmittag durch die Straßen und am See entlang zu schlendern. Weitere 6 Stunden später war ich pünktlich zum Abendbrot zurück in Ann Arbor. 

Eine tolle – 700 Meilen lange – Tour, die ich sicherlich mit meinen beiden Deutschlandurlaubern im Ford wiederholen werde. Um ihnen ein paar weitere schöne grüne Flecken von Michigan zu zeigen, ganz abseits der stark befahrenen Interstate I-94, die der Amerikaner für gewöhnlich wählt. Na, Ihr Zweiradfahrer … Lust bekommen? Meine Harley ist wieder geputzt und steht für eine gemeinsame Ausfahrt am Start.“

Hört sich prima an … vor allem der Teil mit den Antique-Shops und Flohmärkten … 😉 Und solange ich nicht hinten auf einem knatternden Zweirad sondern vorne im leise schnurrenden Ford mitfahren kann, ist alles gut.

 

„Yooper“ for a week

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Hi there!

In der letzten Woche waren wir gemeinsam mit Freunden aus Deutschland „Yooper“ (UP’ers – so nennen sich die Bewohner der Upper Peninsula), oder „Trolls auf Urlaub“ (so nennen die Bewohner der Upper Peninsula die Bewohner der unteren Halbinsel von Michigan). Angeblich träumen viele Kobolde von „unten“ von einem Leben „oben“, wenn es denn nur genug Jobs auf der UP gäbe. Meilenweit unberührte Natur gibt es dafür reichlich. Und jede Menge Superlativen, wie sie der Amerikaner – neben dem Reisen mit großem Hausstand (Pick-Up, Boot, Grill, Wohnmobil mit Auto und Zweirad am Hänger, XXL-Cooler) ja gerne mag:

Wald, viel Wald, unglaublich viel Wald!

Mücken, viele Mücken, schrecklich viele Mücken!

Wasserfälle, überall kleine und größere Wasserfälle. Über 100.

Motel, viele Motels, viele davon leider heruntergekommen oder verlassen.

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Den größten Frischwasser-See (Oberfläche) der Erde: Lake Superior (Oberer See). So groß wie Österreich. Einen schönen Vergleich dazu lieferte der Kapitän unserer Boot-Tour: Wenn man den gesamten Inhalt des Lake Superior aufnehmen und über dem Grand Canyon wieder ausspucken würde, stünde ganz Amerika nach dem Überlaufen 5 feet (im außerhalb der USA verwendeten metrischen Systems sind das 1,52 m) under water. Impressive! Genau wie seine Temperatur … 12 Grad an der Oberfläche, frische 2 Grad am Grund! Applaus bitte: ich habe es bis zum Kinn rein geschafft!!

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Den größten Schiffs-Friedhof der Welt. 1500 Wracks liegen auf dem Grund des Lake Superior. Das extrem kalte und sauerstoffreiche Wasser sorgt für ihre Konservierung. Stille Zeitzeugen der kommerziellen Schifffahrt, die im 17. Jahrhundert auf den Großen Seen ihre Anfänge nahm. Größtes und berühmtestes Beispiel der modernen Schifffahrt ist der Frachter SS Edmund Fitzgerald, der 1975 im Lake Superior sank. So friedlich die Seen bei gutem Wetter im Sommer wirken, so heftig und zerstörerisch können die Winterstürme sein.

Whitefish (der fühlt sich in den kühlen Gewässern der nördlichen Hemisphäre besonders wohl) everywhere! Und in jeglicher Form: fresh, smoked oder als Wurst verarbeitet. Yummie!!!

The word’s best Pasties (Pasteeeeeees) – Mit Fleisch oder Gemüse gefüllte Teigtaschen, eingeführt von Einwanderern aus Cornwall. Sie kamen nach Entdeckung der Eisenerz und Kupfer Vorkommen ab 1840 auf die Insel, um in den Minen zu arbeiten. Auf der UP wurden unglaubliche Werte der begehrten Mineralien aus der Erde geholt und über die Großen Seen verschifft. Weit mehr, als beim Goldrausch in Kalifornien. So, und jetzt poste ich ausnahmsweise mal mein Abendessen … neben den Resten der beeindruckenden Anlage, die das Eisenerz auf die Schiffe verteilte. 

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Uuuuund: Michigan’s No 1 Adventure Destination: Boat Cruises entlang des Pictured Rock National Lakeshore! Die Pictured Rocks sind fantastische Sandstein-Felsformationen entlang der Küstenlinie, die in vielen Braun- und Ockertönen (entstanden durch unterschiedliche Mineralien im Gestein) ein kontrastreiches Bild zum grün-blauen Wasser des Lake Superior bilden. Wie die Arbeit eines Malers, der mit der Palette der Natur aus Farben, Formen und Texturen diese eindrucksvolle Szenerie geschaffen hat. 

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Wir haben alles mitgemacht und doch nur einen kleinen Ausschnitt der UP erlebt. Dafür aber 3 von 10 (in Worten zehn!) Tagen sommerlich warmen Wetters, wie uns ein echter Yooper versicherte. In den ersten Tagen haben wir daher auch die Postkarten mit  bibbernden Bikini-Schönheiten nicht verstanden. Dabei sind die Strände ein Traum.

Kurz vor Eintritt in die südliche Hemisphäre von Michigan, gab es noch einen Zwischenstopp auf Mackinac Island. Kontrastprogramm zu den endlosen Weiten der UP: eine kleine, feine, autofreie Insel, die so pittoresk daher kommt, dass man glaubt, hier wären Disney’s Designer am Werk gewesen. Wie aus einer anderen Zeit. Pferdekutschen und Räder dienen als Transportmittel (ja richtig, kein Auto nirgends!) Die Vorgärten der wunderschönen Häuser sind bunt und oft adrett in Reihe bepflanzt. Schön, aber irgendwie auch ein wenig unwirklich. Als würde Briefträger Heini (genau, der von „Neues aus Uhlenbusch“) gleich die Post an Oma Piepenbrink ausliefern. Wenn die Tagesbesucher am Abend wieder auf dem Festland sind und die Sonne langsam im Meer (äh, im Lake Huron … noch so ein großer See 😉 verschwindet, ist es schönsten.

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Weil so viel Idylle niemand auf Dauer erträgt und ich im Grunde meines Herzen ja ein Stadtmädchen bin, freue ich mich jetzt wie Bolle auf das ganz große Kontrastprogramm: Summer in my hometown (ok, fast) Cologne.

See you there!

 

Summertime in Northern Michigan

„ … it was summertime in Northern Michigan. Singing, sweet home Alabama’ all summer long“.

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Hi there!

Warum Kid Rock in „All Summer Long“ den Sommer in Michigan besingt, ist mir nun auch klar. Er wurde 1971 als Robert James Ritchi in Romeo, Michigan, 40 Meilen nördlich von Detroit, geboren und verbrachte wohl viele Sommer seiner Kindheit und Jugend „Up North“. So heißt es hier nämlich, wenn man sich zu den herrlichen Stränden und Naturschönheiten im Norden von Michigan aufmacht. Oder „wir gehen nördlich“, wie unsere amerikanschen Freunde, die Deutsch sprechen, immer so schön sagen. Sie haben wie viele Michiganders ein Cottage im Norden. Wir sind im letzten Jahr auch zwei Mal nördlich gegangen. Dorthin, wo seit dem späten 18. Jahrhundert die Sommergäste (damals noch per Schiff) fahren, um der Hitze und hohen Luftfeuchtigkeit des Südens zu entkommen. Auch Ernest Hemingway verbrachte schon als Kind zahlreiche Sommer im Familien-Cottage up North. Einige Orte der Region finden sich in seinen Romanen wieder. „Up in Michigan“  heißt eine seiner Kurzgeschichten. Wie die meisten amerikanischen Jungs, die überall in den USA auch 2015 stundenlang mit ihren Vätern an Seeufern auf den großen Fang warten, liebte auch er das Fischen.

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Up North … das sind riesige Sanddünen im „Sleeping Bear Dunes National Park“, herrliche Sandstrände am blau schimmernden Lake Michigan, grüne Weingüter, verschlafene (aber sehr charmante) Städtchen, historische Leuchttürme, endlose Kirschplantagen. Die leckeren Sauerkirschen sind großes Thema in Traverse City, der selbst ernannten „Cherry Capital oft the World“. In Michigan werden 75 % der Sauerkirsch-Produktion der USA angebaut. Von Traverse City aus ragt eine schmale Halbinsel, die „Old Mission Peninsula“ in den Lake Michigan. Auf diesem pitoresken Streifen bauen acht Weingüter Chardonnay, Riesling, Gewürztraminer, Pinot Noir, Merlot und einige Schaumweine an. Wein aus Michigan? Ja, und gar nicht mal so schlecht, wie wir auf dem Weingut mit dem hinreißenden Namen (und den nicht minder fantastischen Ausblicken über die umliegenden Weinberge und auf Lake Michigan) „Chateau Chantal“ verkosten konnten. Am unteren Zipfel der Peninsula, dort wo das „Mission Point Lighthouse“ steht, verläuft übrigens der 45. Nördliche Breitengrad. Bordeaux liegt etwa auf der gleichen Höhe … da passt das mit dem Weinanbau doch.

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Summertime in Michigan 2015 … diesen Sommer wollen wir ganz hoch in den Norden, auf die „Upper Peninsula“ – kurz UP genannt. Untere und obere Halbinsel von Michigan sind über die „Mackinac Bridge“ verbunden. Mal schauen, was uns jenseits der fünft größten Hängebrücke der Welt erwartet. Stay tuned!

 

„… and the home of the brave“

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Stars & Stripes everywhere! Holiday-Weekend! Am 4. Juli 1776 wurde die von Thomas Jefferson entworfene amerikanische Unabhängigkeitsklärung verabschiedet. Darin erklärten die Vertreter der 13 britischen Kolonien ihre Unabhängigkeit von Großbritannien. Bis heute wird der 4th of July als die Geburtsstunde der Vereinigten Staaten von Amerika gefeiert. Mit Feuerwerk, Paraden, Familientreffen und Barbecues. Passende Accessoires in blau, weiß, rot mit vielen stars und stripes gibt es seit Wochen in fast jedem Laden. Ich mag ja blau … und Sterne … und schwupp war das ein oder andere Teil in meinem Einkaufswagen. Ich konnte nicht anders.

Heute Morgen um 10 ging’s los: „Happy Birthday America“ mit der 4th of July Parade in Downtown Ann Arbor. Das war Wahlkampf, Marketing für lokale Unternehmen, Schulen und Organisationen und ganz viel „proud to be American“. Hier könnt‘ ihr gucken:

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Um den 4. Juli im Jahre 1778 gebührend zu feiern, genehmigte übrigens der Oberbefehlshaber der „Continental Army“ (und späterer erster Präsident der USA), George Washington, seinen Soldaten die doppelte Menge an Rum. Mal schauen, was wir uns heute Abend mit unserem Besuch aus Köln genehmigen. Cole Slaw, Potatoe Salad und Flat Iron Steak warten schon im Kühlschrank darauf, mit Michigan Beer (geht auch mal ohne Kölsch ;-)) herunter gespült zu werden. Zum Cheesecake gibt’s jetzt aber erst mal Kaffee. Happy 4th of July!

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German Beer & Homemade Spatzen

Hi there!

„Have you been to German Park yet? No? You got to go to a German Picnic there!“ Wie oft gab es das in den letzten zwei Jahren zu hören, sobald klar war, dass wir aus dem Land des Biers‘ und der Weißwurst kommen.

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Gestern sollte es endlich soweit sein, auch wenn das Wetter so gar nicht nach einem lauschigem Biergarten-Abend aussah. Der Veranstalter hatte allerdings schon früh das Motto „Rain or Shine“ ausgegeben und so machten wir uns zur Abendbrotzeit (hach, schönes deutsches Wort … obwohl an dieser Stelle „Brotzeit“ besser gepasst hätte) auf den Weg an den nördlichen Rand von Ann Arbor. Genauer gesagt: dorthin, wo Fuchs und Hase sich gute Nacht sagen. Hier, mitten im grünen Off, veranstaltet der „German Park Recreational Club“ seit über 75 Jahren drei Mal im Jahr ein German Picnic mit „traditional German music and dance“, „authentic German food“ und natürlich jeder Menge „imported German beer“.

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Während Schneewalzer und andere Klassiker der deutschen Volksmusik (nein, „Atemlos“ habe ich nicht gehört, puuh) über Biertische und Pavillon schallen, wird das Bier am liebsten aus sogenannten „Buckets“ getrunken. Das sind Plastikdosen (könnte auch Kleber aus dem Baumarkt drin sein) mit Deckel drauf und Trinktülle. Diese außergewöhnlichen Trinkgefässe werden anschließend als Art „Trophäen“ auf den Tischen zu einem Turm gestapelt. Erinnert ein wenig an Trinkgelage von Verbindungen. Was auf Mallorca das Handtuch ist, ist hier das Tischtuch. Der Platz am Biertisch wird mit selbigen für später kommende Freunde  gesichert. Das war heute ob des wenig verheißungsvollen Wetters nicht notwendig. Bei gutem Wetter sorgen aber rund 3000 Besucher für lange Schlangen am Eingang, an der Bierbude und in der „Deutschen Küche“. Hausgemachter Kartoffelsalat, Sauerkraut, Spatzen mit Sauce (die vegetarische Variante ;-), Landjäger, Weißwurst, Pretzel und Strudel werden hier von freundlichen Damen in Club T-Shirts serviert. Ich habe mich nicht getraut, nach Rievkooche mit Apfelmus zu fragen. Aber lecker war es trotzdem!

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Sprechen Sie Deutsch? Wir hatten erwartet, viele Muttersprachler zu treffen. Aber kaum ein „Prost“ oder „Maaaahlzeit“ war zwischen Weißbier und Weißwurst zu hören. Ob’s am Wetter lag? Dabei wird in Ann Arbor oft deutsch gesprochen. Von den rund 7 Millionen deutschen Einwanderern (mehr als aus jedem anderen Land), die seit dem 18. Jahrhundert in die USA kamen, ließ sich die Mehrheit in den Staaten des Mittleren Westens (Finger auf die Landkarte: neben Michigan formen die Staaten Minnesota, Iowa, Wisconsin, Illinois, Indiana und Ohio, Kansas, Missouri, North- und South Dakota und Nebraska „the Midwest“). Deutsch wäre sogar um ein Haar die Amtssprache der USA geworden.

In Ann Arbor weisen viele ältere deutsche Steinkirchen mit Friedhöfen, historische Backsteingebäude mit deutschen Aufschriften in Downtown, der „German Day“ der University of Michigan, der deutsche Weihnachtsmarkt „Kindlefest“ auf eine reiche deutsche Geschichte hin. In „Frankenmuth“, Michigan, wird deutsche Tradition sogar von einem ganzen Ort clever vermarket. „Michigan’s little Bavaria“, so der Slogan, wirkt wie die Filmkulisse eines bayerischen Heimatfilms. In der „Bavarian Inn Lodge“ werden die Schnitzel in Dirndl und Lederhosen serviert, in Oma’s Kaffee gibt es Schwarzwälder Kirschtorte, im Herbst wird Oktoberfest gefeiert … jedes deutsche Klischée wird hier bedient. Wie das German Picnic auch für Kölner ein großer Spaß!

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Mit einem beschwingten „Prost“ beende ich dann mal die kleine Deutschstunde. Auf dem Weg zum Parkplatz wollte uns der  fantastische Sonnenuntergang wohl auf den bevorstehenden großen amerikanischen Feiertag einstimmen: den 4th of July, Unabhängigkeitstag. OK, we got it: schwarz-rot-gold rein, Stars & Stripes raus!

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Where music lives

Hi there!

Sommeranfang! Und das „Ann Arbor Summer Festival“ ist in full swing. In der kleinen Stadt Ann Arbor kann man aber zu jeder Jahreszeit, fast täglich irgendwo Musik live erleben. Hier ist das legendäre „Blind Pig“ zuhause, wo schon Jimi Hendrix, John Lennon, The MC5 oder Iggy Pop (der übrigens aus Ann Arbor stammt) aufgetreten sind. „The Ark“ ist ebenfalls eine Institution, hier gibt es an über 300 Abenden Folk-Music vom Feinsten.

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Im Mai findet in der gleichnamigen Neighborhood das charmante „Water Hill Music Festival“ statt.  Ein ganz besonderes Musik-Event, bei dem einen Sonntag lang über 70 Musikgruppen kostenlos in privaten Vorgärten, auf Veranden, Garagen und in Gärten auftreten. Nachbarn machen Musik für Nachbarn. Ein Bandmitglied muss  mindestens in der Nachbarschaft wohnen. Die Atmosphäre war super entspannt, die Bands trugen originelle Namen wie „Fiddler on the Lawn“ oder „Front Porch Swing“.

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Und nun läuft seit Mitte des Monats das ganz große Musik-Event. Beim Ann Arbor Summer Festival bespielen drei Wochen lang all abendlich verschiedene Bands kostenlos die Outdoor-Bühnen auf dem Unicampus Downtown. Die 140 Konzerte und Veranstaltungen locken seit 32 Jahren jeden Sommer über 80.000 Festival-Besucher ins Herz von Ann Arbor und feiern mit Künstlern aus der ganzen Welt die größte Party der Stadt. Einige Top-Acts finden in einer Konzerthalle statt. Diese Hauptbühne wurde Freitagabend mit den „Indigo Girls“ eröffnet.

Wooohoooo … wir hatten Karten, und durften das legendäre Folk Rock Duo mit einem beeindruckenden Konzert erleben. Fantastische Stimmen, gehaltvolle Texte, tolle Arrangements, sehr viel Professionalität – und doch war die Atmosphäre sehr persönlich. 32 verschiedene Gitarren hatte das seit fast 30 Jahren gemeinsam auftretende Duo am Start. Sie gelten als Ikonen der amerikanischen Lesben- und Schwulenbewegung und setzen sich gegen Rassendiskriminierung, für die Rechte von Native Americans und die Abschaffung der Todesstrafe in den USA ein. Einige der Themen fanden auch gestern Abend ein Ventil, und so hallt über die wunderbaren Musik hinaus noch so manches mehr nach.

Celebrate your summer!

 

Tuut, tuuuut!! Chicago the Beautiful

„She is always a novelty, for she is never be the Chicago you saw when you passed through the last time.“

Mark Twain

Hi there,

school’s out for summer! Für 12 lange Wochen. Wooohoooo! Und schon ist bei uns die Bed & Breakfast Saison eröffnet. Gleich Freitagabend habe ich Freunde aus Deutschland am kleinen Bahnhof von Ann Arbor abgeholt. Sie waren mit dem Zug aus Chicago angereist. Da wurde ich gleich wieder an unsere beiden Touren in die Windy City und das besondere Erlebnis, per amtrak Zug durch einen Teil des sonst so Auto dominierten Landes zu fahren, erinnert.

Für ICE–verwöhnte Reisende (okaaaay, da läuft auch nicht immer alles rund ;-)) ist Zugfahren in den USA eine kleine Reise in die Vergangenheit. Enge Bahnsteige, alte Züge, keine reservierten Sitzplätze, ein dubioses post-it Zettelsystem der Schaffner, um die Endstationen ihrer Passagiere im Blick zu behalten. Alle paar Minuten ertönt ein kräftiges Tuut Tuuuuuut, verursacht vom Zughorn, das per Gesetz wie in alten Zeiten an jeder Kreuzung ertönen muss. Die Kreuzungen und die davon abgehenden Straßen, auf die man bei der gemütlichen Fahrt über land einen kurzen Blick erhascht, wirken oft wie Filmkulissen aus vergangenen Zeiten. Geschichten, die vom Leben an der Bahnlinie erzählen. Irgendwie schön kitschig. Vor allem dann, wenn Landschaft und kleine Städte während des Sonnenuntergangs gemächlich an einem vorüber ziehen.

Wir haben Chicago zu unterschiedlichen Jahreszeiten erlebt:

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Chicago, die Erste: Thanksgiving 2013. Kalt, windig, wenig grün, dafür aber viel blauer Himmel.

Und fantastische Ausblicke von den beiden bekanntesten Aussichtsplattformen der Stadt, dem „Willis Tower“ (still better known as  „Sears Tower“)  und dem „John Hancock Tower“ (seit dieses Gebäude etwa in der 7. Klasse in meinem Englischbuch erwähnt wurde, wollte ich da unbedingt mal hoch!). Aufwärmen im „Art Institute of Chicago“, ein „must see“ für Art Lovers. Große Namen, große Kunst, große Vielfalt! Große Artenvielfalt präsentiert das berühmte „Shedd Aquarium“ in einem wunderschönen Bau, der im Stil der klassischen griechischen Architektur erbaut wurde. Thanksgiving läutet in den USA die Christmas Season ein. Neben vielen Lichterketten in den Straßen Chicagos findet mitten in der Stadt seit fast 20 Jahren ein deutscher Weihnachtsmarkt (Christkindlmarket) statt. Fast wie zuhause … es gibt Nürnberger Glühwein und kölsche Reibekuchen (potatoe pancakes) mit Apfelmus. Herrlich!

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Die Innenstadt von Chicago ist klug angelegt. Zwischen Häuserschluchten und Lake Michigan erstreckt sich ein breiter Grünstreifen mit diversen Parks und viel Kunst im öffentlichen Raum. Überdimensionale Kunstwerke wie „The Bean“, in der sich die umliegenden Gebäude auf faszinierende Art widerspiegeln oder der „Crown Fountain“,  eine riesige Videoprojektion, die Gesichter der breiten, sozialen Vielfalt Chicagos zeigt, sind Beispiele dafür.

Chicago, die Zweite: Memorial Day Weekend Ende Mai 2015. Angenehm warm, wunderbar grün und unglaublich bunt.

Absolutes Highlight (neben dem Erkunden hipper urbaner Quartiere wie Lincoln Park, Olde Town, Wicker Park, dem sehr lohnenswerten Besuch des „Museum of Contemporary Art“, ausgedehnten Spaziergängen durch die grünen Lungen und entlang des Ufers am Lake Michigan) war die River Cruise der „Chicago Architecture Foundation“. Entlang des Chicago River lassen über 50 architektonische Glanzlichter unterschiedlicher Bauzeiten die Geschichte Chicagos lebendig werden.

Einer der bekannten Architekten ist der Deutsche Mies van der Rohe, der 1938, einige Jahre nach der Schließung des Bauhauses, in die USA emigrierte und dort Leiter des späteren „Illinois Institute of Technology“ wurde. Als Vertreter der Moderne („Less is more“) hat er zahlreiche beeindruckende Gebäude in Chicago gebaut. Viel Stahl, viel Glas prägen seinen Baustil. Darunter einige große Hochhaus-Wohnanlagen, von denen die beiden Apartmenthäuser am Lake Shore Drive seine berühmtesten sind. 

Seine größte Wohnanlage, der Lafayette Park, befindet sich übrigens in Detroit. It’s on my list … dazu (und zu vielen anderen Ecken und Geschichten der Motor City) dann bald mehr. Have a safe and fun summer! 

 

Michigan – The Great Lakes State

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Hi there!

Erst mal was zur Orientierung. Dank Internet TV informieren uns Marietta, Klaus, Gundula & Co. auch regelmässig im amerikanischen Wohnzimmer über das Weltgeschehen. Nach einigen Wochen „heute journal“ gucken gab es beim Hintergrundbild eines Abends plötzlich ein großes „Wow, guck mal“. Mitten in der riesigen hellblauen Landfläche der USA hatten wir die großen dunkelblauen Stellen entdeckt – die Großen Seen. Seit wir im „Great Lakes State“ Michigan wohnen, hat Wasser eine neue Dimension angenommen. Die fünf Großen Seen verdienen ihren Namen nämlich tatsächlich. Lake Michigan, Lake Huron, Lake Erie, Lake Ontario und Lake Superior vereinen über 20 % des weltweiten Süßwasser-Vorkommens auf sich. Michigan verfügt über 3,126 Meilen Küstenlinie, der zweitlängsten in den USA, nach Alaska. Gefühlt sind die Großen Seen weite Meere – halt nur „unsalted“.

So, und jetzt genau hingeschaut: links vom Blitzschatten sind sie zu sehen, die Großen Seen von Amerika. Das, was mittendrin hellblau wie ein linker Fäustling (Michigan wird auch „Mitten-State“ genannt) aussieht, ist die „Lower Peninsula“ von Michigan. Am unteren Ende des Daumens links wohne ich mit meiner Familie. In Ann Arbor, Michigan, rund 60 Kilometer westlich von Detroit. Ich bin ganz schön „Smitten with the Mitten“ („smitten“ musste ich auch nachschlagen 😉 … „hingerissen sein von“), mit Lake Michigan sowieso.