Countdown to Christmas …

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„Elvis Honeymoon Hideaway“ – Palm Springs 

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In Palm Springs erholen sich seit den 1930er Jahren Hollywood Stars und Sternchen vom anstrengenden Filmgeschäft in Los Angeles. In der „The Movie Colony“ besaßen Celebrities wie Marilyn Monroe, Frank Sinatra und Cary Grant zwischen 1930 und 1960 Häuser. Der vorherrschende Architekturstil in Palm Springs ist „Mid-Century Modern“. Unterhalb der Ausläufer der San Jacinto Mountains, mit fantastischen Panoramablick auf die Santa Rosa Mountains und das Coachella Valley hat auch Elvis Presley das sonnige Leben in der Wüstenstadt genossen. Nach der Hochzeit mit Priscilla in Las Vega hat er seine Braut, den „Hawaiin Wedding Song“ aus dem Film Blue Hawaii singend, die Treppen zum „Honeymoon Hideaway“ hinaufgetragen. Neun Monate nach den ausgedehnten Flitterwochen in Palm Springs wurde Tochter Lisa geboren. 😉

 

 

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„The American Horse“

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Es sollte aus der Ferne bereits zu sehen sein, wie es glänzend in der Sonne steht. So Idee und Vision von Leonardo da Vinci. Er begann 1482 in Mailand mit ersten Skizzen für eine überdimensionale Pferde-Skulptur. 1493 hatte er ein lebensgroßes Modell aus Gips gebaut. Als französische Truppen die Stadt 1499 einnahmen, wurde es jedoch zerstört. Die kreative Umsetzung des Projektes schien verloren, die Idee einer monumentalen Skulptur wurde jedoch zu einer der größten Legenden in der Kunstgeschichte. 1977 erfuhr der amerikanische Pilot und Kunstsammler, Charles Dent, von der unvollendeten Skulptur. Er gründete die „Leonardo da Vinci Horse Foundation“ und sammelte 15 Jahre lang Geld, um zu beenden, was der große italienische Künstler da Vinci begonnen hatte. Leider durfte er die Realisierung nicht mehr erleben. Er verstarb 1994, nach dem er 2.5 Million Dollar Spenden zusammengetragen hatte.

Zwei Jahre später hörte der amerikanische Unternehmer und Philanthropist Frederik Meijer davon. Er war fasziniert von den gigantischen Ausmaßen und des repräsentativen Charakters des Projektes. Außerdem sah er die Skulptur als perfekte Ergänzung für seine bisher gesammelten Stücke im „Meijer Garden & Sculpture Park“ in Grand Rapids, Michigan. Er übernahm die Leitung der Stiftung und beauftragte die amerikanische Bildhauerin Nina Akamu mit der Umsetzung. Nach intensiven Studien konnte die Bronze Statue schließlich im Herbst 1999 fertiggestellt werden – über 500 Jahre nach dem Leonardo da Vinci die ersten Striche dafür zu Papier gebracht hatte. Es wurden sogar zwei Exemplare von der 7,30 Meter hohen und 10 Tonnen schweren Figur gegossen – eine für den Skulpturen-Garten in Michigan („The American Horse“), eine weitere für das Hippodrome in Mailand. So hat sich der Kreis geschlossen und die Skulpturen würdige Standorte gefunden. So, wie Leornado es sich einst ausgemalt hatte.

 

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Für mich ist sie die schönste Ruine Detroits – die Michigan Central Station. Mächtig und alleine steht sie mit ihrem prächtigen Eingangsportal an der Michigan Avenue, eine der Hauptzufahrtsstraßen nach Downtown Detroit. Das ist gleichzeitig mein favorisierter Weg hinein in die Stadt. Am liebsten fahre ich sogar ein paar Ausfahrten früher vom Highway ab, um mich dem Zentrum entlang der Michigan Avenue langsam zu nähern. Auf diesem Weg sieht man Detroit in seinen unterschiedlichen Entwicklungsstadien. Zunächst zeigt die Michigan Avenue genau jenes Gesicht, das die meisten von Detroit im Kopf haben: leer stehende Häuser, zum Teil mit Holzbrettern notdürftig zugenagelt, schmuddelige Geschäfte, herunter gekommene Tankstellen, billige Fastfood Läden, jugendliche Crack-Dealer, Trostlosigkeit. Mit dem plötzlich auftauchenden monumentalen Bau des ehemaligen Bahnhofs wandelt sich das Bild. Hier beginnt „Corktown“, das älteste Viertel Detroits. Ein Stadtteil, der sich in den letzten Jahren rasant entwickelt hat. Mich erinnert er mit seiner lebendigen Szene an Kreuzberg.

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Im Winter 2014 noch ohne Fenster

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Fast 30 Jahre ist es her, dass der letzte Zug die Michigan Central Station verlassen hat. 1914 öffnete sie, gebaut im klassischen „Beaux-Arts“ Stil von den Architekten, die auch New York’s Grand Central Station entwarfen. Damals war sie das größte Bahnhofsgebäude der Welt, 200 Züge verließen täglich Detroit. Niemand hatte die wachsende Bedeutung der persönlichen Mobilität vorhergesehen. Im zweiten Weltkrieg noch stark durch das amerikanische Militär genutzt, wurde es nach dem Krieg ruhiger um die Central Station. Die Menschen begannen auf das Auto umzusteigen.

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Unzählige alternative Nutzungsmöglichkeiten wurden in den letzten drei Jahrzehnten diskutiert – vom Polizei Hauptquartier, über ein Casino bis hin zu einem Zoll-Handelszentrum. 2009 wurde sogar der Abriß beschlossen, obwohl das Gebäude unter Denkmalschutz steht. Im selben Jahr fand es einen Käufer, der mit der Renovierung im Inneren begann. 2015 wird der Fortschritt auch außen sichtbar, über 1000 neue Fenster wurden eingesetzt. Trotzdem gibt es bisher keinen konkreten Plan für die Zukunft dieses immer noch prachtvollen Gebäudes. Es ist das bekannteste und augenfälligste Symbol für Aufstieg und Fall der Stadt Detroit. Ich persönlich träume von einer Gelegenheit, dieses wunderschöne Wahrzeichen von innen zu sehen. Oder gar aufs‘ Dach zu gelangen. Um eines der coolen Fotos zu schießen, die man im Netz findet, und die gemacht wurden, bevor das Gebäude komplett abgeriegelt wurde.

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Schon so oft habe ich es vom Freeway aus glitzern gesehen. Im Januar war ich mit einer Freundin aus Deutschland endlich dort. Im „African Bead Museum“ in Detroit. Zehn Jahre lang hat der Afroamerikaner Olayami Dabls beim „Charles H. Wright Museum of African American History“ als Kurator und Künstler gearbeitet. Die Zeit dort inspirierte ihn vor 16 Jahren zur Gründung des African Bead Museums, das auch ein Ort der Begegnung ist und Verständnis für die Bedeutung der afrikanischen Kultur stärken soll. Wesentlich in einer Stadt, in der über 80% der Menschen schwarz sind. Im Shop gibt es eine riesige Auswahl an Perlen, einige von ihnen sind mehr als 400 Jahre alt. Außerdem Bücher, Gemälde und Skulpturen von lokalen afroamerikanischen Künstlern. Die Außenfassade des Hauptgebäudes ist ein Gesamtkunstwerk aus Spiegeln, Glasstücken, farbenfrohen Mustern und afrikanischen Motiven.

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Das Areal mit 18 Outdoor Installationen nimmt fast einen gesamten Block ein. Dabls hat hier eine außergewöhnliche Phantasiewelt aus Eisen, Stein, Holz Spiegeln und vielen anderen Fundstücken geschaffen. Sie stammen allesamt aus niedergebrannten oder verlassenen Häusern. Dabls hat sie recycelt und nun führen sie ein zweites, schönes Dasein und erzählen Geschichten aus der afrikanischen Kultur. Eine „Phoenix aus der Asche-Erfolgsgeschichte“, wie so viele in Detroit.

 

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„If you’re going to San Francisco,
be sure to wear some flowers in your hair.“
Scott McKenzie

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Gestern war Winter, heute ist Sommer! Zumindest hier im Blog. Summer of Love. Mit einer Blume im Haar auf den Spuren der Blumenkinder. Die im August 1967 aus aller Welt nach „Haight-Ashbury“ strömten, und den Stadtteil am Golden Gate Park zum Epizentrum der Hippie-Bewegung machten. Mit ihrer Sehnsucht nach einem einfachen Leben, freier Liebe, nach Gemeinschaft, Frieden und künstlerischer Freiheit. Ein Gegenentwurf zum bürgerlichen Leben ihrer Eltern. Die Suche nach neuen Formen der visuellen Kommunikation drückte sich in psychedelisch wirkenden Motiven für Konzert- und Veranstaltungsposter aus. Ok, der Konsum von Marijuana und LSD mögen auch ihren Teil dazu beigetragen haben. Vorübergehend bildeten sich in Haight-Ashbury offene Wohngemeinschaften. Viele bekannte Künstler, Musiker und Schriftsteller waren Teil der Bewegung.

Auch heute noch ist Haight-Ashbury ein lebendiger, unangepasster Stadtteil. Straßenmusiker, Hare Krishna Anhänger, Freaks, Neugierige aus aller Welt prägen das bunte Straßenbild. Bei „Love on Haight“ gibt es schrille Batik-Klamotten, bei „Hippie Thai“ makrobiotisches Essen. Farbenfrohe Wandbilder halten die Erinnerung an den Sommer der Liebe wach. Irgendwie wabert der Geist des „Summer of Love“ über ganz San Francisco. Farbenfroh, kreativ, offen, unkonventionell.

Die Ausstellung zum 50-jährigen Jubiläum im „De Young Museum“ im angrenzenden Golden Gate Park zog so manches ehemalige Blumenkind an. Wir hörten das ein oder andere „Weißt du noch?“ „Ja, so war das damals.“ … Damals, als ich im August 1967 das Licht der Welt erblickte. Mein persönlicher „Summer of Love“. 😉

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Dreaming of a White Christmas?

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Palm Springs in der kalifornischen Wüste morgens um 7: Frühstück unter Palmen. 2 Stunden später und knapp 3000 Meter höher: „Walking in a Winter Wonderland“. Am Neujahrsmorgen 2017 bringt uns die „Aerial Tramway (Achtung amerikanischer Superlativ: die längste Seilbahn der Welt … in einem Stück!) ganz unerwartet in eine glitzernde Winterlandschaft. Auf dem Mount San Jacinto hatte es in der Silvesternacht geschneit. Frischer Schnee für einen frischen Start ins neue Jahr. Wir haben uns erst mal kräftig die Augen gerieben, als wir aus der Gondel hinein in die weiße Pracht gestolpert sind. So unwirklich war das. Schneemänner, Daunenjacken, Schlitten fahrende Kinder, Langlaufverleih. Am Nachmittag dann wieder Szenenwechsel. Immer noch leise „Walking in a Winter Wonderland“ summend, springen wir in den Pool. War doch alles nur ein Traum … oder? 

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Seattle’s Gum Wall

Gäste, die in der Schlange auf Einlass ins „Post Alley Market Theatre“ in Seattle warteten, haben mit einigen achtlos an die Wand geklebten Kaugummis die „Gum Wall“ in den 1990er Jahren begonnen. Das daraus ein riesiges, farbenfrohes und ungewöhnliches Kunstobjekt werden würde, haben sie wohl nicht geahnt. Zum unkonventionellen Charme von Seattle passt es. Trotzdem sie ein wenig versteckt in einer Gasse hinter dem berühmten „Pike Place Market“ liegt, zieht die Gum Wall täglich viele Neugierige an. Im Laufe der Jahre hat sie sich immer weiter ausgedehnt. Klar, wir haben auf dem Weg dorthin auch erst mal Kaugummi gekauft, um unsere Spuren zu hinterlassen. Im Herbst 2015 wurde die Wand von der Marktverwaltung nach über 20 Jahren erstmalig gereinigt. Vergeblich. Einheimische und Touristen begannen gleich darauf mit einer Neukreation der Gum Wall. Manch einer findet die ausgelutschten Kaugummis sicherlich etwas unappetitlich. Wir fanden das Gesamtbild, das sich durch die vielen unterschiedlichen Farben und Formen ergibt, in seiner Schrägheit faszinierend.

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Am zweiten Advent gibt es Weihnachtliches aus Downtown Ann Arbor. Ab Anfang November schwingt die lokale Künstlergruppe „The Novemberistas“ ihre Pinsel und verwandelt seit vielen Jahren die Schaufenster in wunderbare winterlich weihnachtliche Bilder. Drei bis vier Fensterbilder schaffen die fleißigen acht „Brush Monkeys“, wie sie sich selber nennen, täglich. Bis kurz nach Thanksgiving sind sie fertig mit circa 100 Winterszenen, in denen Rentiere, Elfen, Eisbären und viele Schneemänner- und frauen große und kleine Shopper verzaubern.

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Und wenn alles geschafft ist, heißt es bei den Novemberistas „BDGU“ – Brushes down, glasses up! Cheers!!

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„I had come to a hotel downtown for a live auction of properties in Detroit. Starting bid was $500, less than the price of a decent television … We were a long way from „Yes we can.“ But there was one place people did. One place of except. That was Detroit.“

Anfang und Ende des Prologs im Buch „A $ 500 House in Detroit“. Der Autor Drew Philp hat sein Buch vor einigen Wochen in der Bibliothek Ann Arbor vorgestellt. Er hat mich tief beeindruckt (und natürlich mit signiertem Buch in der Tasche) zurückgelassen. Noch als Student der „University of Michigan“ hier in Ann Arbor hat er mit 23 Jahren seine komfortable Campus-Unterkunft gegen eine unbewohnbare Hausruine in Detroit getauscht. Ein seit Jahren verlassenes Haus, gefüllt mit Müll, ohne Fenster, Wasser, Strom oder dichtes Dach. Im Buch beschreibt Philp den schrittweisen Wiederaufbau, den er fast ausschließlich mit seinen eigenen Händen und der Hilfe von Familie und Freunden bewerkstelligt hat. Raum für Raum. Es erzählt davon, wie die Gemeinschaft im Stadtteil funktioniert, und wie er sich als neuer Nachbar eingebracht hat.

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Das Buch geht jedoch über seine persönliche Geschichte hinaus. Es beschreibt auch die wirtschaftliche, politische und gesellschaftliche Entwicklung Detroits in den letzten zehn Jahren. Philp skizziert seine eigene Vision, wie die Zukunft in einer Stadt, in der Armut, eine hohe Kriminalität und die Rassenproblematik immer noch die drängendsten Themen sind, aussehen könnte. Und da spielen das persönliche Engagement jedes einzelnen Bewohners und die kleinen Lösungen die größten Rollen. Mit jedem wieder aufgebauten Haus, jedem urbanen Garten, jeder Bürgerinitiative wächst das neue Detroit ein Stückchen mehr.

„As we rebuild this ashen city, we’re deciding on an epic scale what we value as Americans in the 21st century. The American Dream is alive in Detroit, even if it flickers.“ Drew Philip

 

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Abschlag am Pazifik
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Ich habe ja mit Golf nicht viel am Hut, aber bei „Pebble Beach“ klingelt es auch bei mir. Hier wurden bereits fünf Mal die U.S. Open ausgetragen, 2019 werden sie ein weiteres Mal dort stattfinden. Pebble Beach mit seinen drei Golfplätzen liegt am berühmten 17-Mile Drive, der sich im Norden Kaliforniens um die Monterey Halbinsel schlängelt, zwischen den Städtchen Monterey und Carmel-by-the-Sea. So exklusiv, dass man erst mal 10 Dollar bezahlen muss, um diesen fast unverbauten Küstenabschnitt mit seinen gigantischen Villen, traumhaften Aussichten und eben fantastischen Golfplätzen befahren zu dürfen. Knorrige, vom Wind geformte Zypressen säumen überall die kurvige Küstenstraße. Die Greens sind zum Teil sehr klein, die Ausblicke über den pazifischen Ozean dafür spektakulär. Mich persönlich würde das ja total ablenken … genau wie die tierischen Mitspieler, die da am Start waren.

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